Spielplanänderung: „Hrant Dink“ schon in dieser Spielzeit

Ursprünglich war die Premiere des Stücks „Eine Schiffsladung Nelken für Hrant Dink“ in der Reihe „Außereuropäisches Theater“ für die Spielzeit 2017/18 geplant. Aber weil Schauspieler Jonathan Hutter, der in der Inszenierung eine der drei Hauptrollen spielt, das Gemeinschaftstheater zum Ende der Saison verlässt und ans Münchner Volkstheater wechselt, wird sie auf Donnerstag, den 22. Juni 2017 vorverlegt. „Die Inszenierung ist sehr speziell. Sie wurde gemeinsam mit den Schauspielern Denise Matthey, Joana Tscheinig und Jonathan Hutter entwickelt und funktioniert deshalb auch nur mit ihnen“, begründet Generalintendant Michael Grosse die Entscheidung.

„Eine Schiffsladung Nelken für Hrant Dink“ ist ein Stück über den 2007 in Istanbul ermordeten Journalisten Hrant Dink, dessen Lebensthema die Aussöhnung zwischen Armeniern und Türken war. Für dieses außergewöhnliche Theaterprojekt konnte die armenische Regisseurin Zara Antonyan gewonnen werden.

Vor sieben Jahren hat Schauspieldirektor Matthias Gehrt am Gemeinschaftstheater die Reihe „Außereuropäisches Theater“ ins Leben gerufen. Seither konnte das Publikum bemerkenswerte Inszenierungen sehen, realisiert von Regisseuren aus dem Iran, Nigeria, Mexiko, dem Libanon, Japan und Brasilien. Die Stücke bringen den Zuschauern facettenreich die Kultur des jeweiligen Landes näher und ermöglichen einen erfrischenden Blick über den europäischen Tellerrand hinaus.

Die Schauspielproduktion „Aus der Zeit fallen“ (vormals „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“), inszeniert von der israelischen Regisseurin Dedi Baron, kommt dafür erst in der nächsten Spielzeit auf die Studiobühne. Ursprünglicher Premierentermin war Sonntag, der 9. April 2017.

Weitere Informationen sind erhältlich unter 02166/6151-100.