Martin Kuuskmann

Biografie

Seine charismatischen und imposanten Aufführungen weltweit brachten dem vielfach für den Grammy nominierten, in Estland geborenen Fagottvirtuosen Martin Kuuskmann den Ruf als einer der führenden Instrumentalsolisten seiner Generation ein. Die New York Times rühmte seine Auftritte als „verblüffend … dynamisch … Kuuskmann spielte phantastisch.“

Kuuskmann trat mit Dirigenten auf wie Neeme, Paavo und Kristjan Järvi, Tõnu Kaljuste, Risto Joost und Anu Tali und mit Orchestern wie Estonian National Symphony Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, MDR-Sinfonieorchester und National Orchestra of Chile. Er ist Gründungsmitglied und Solofagottist des in New York City beheimateten Absolute Ensemble.

Ständig erweitert er künstlerischen wie technischer Möglichkeiten des Fagotts und konnte bereits elf Fagottkonzerte zur Uraufführung bringen – alle wurden für ihn von einigen der führenden Komponisten der Gegenwart geschrieben, darunter Erkki-Sven Tüür, Christopher Theofanidis, Eino Tamberg, Tõnu Kõrvits, Ülo Krigul, David Chesky, Gene Pritsker und Gregor Huebner. Mit Theofanidis‘ Fagottkonzert und dem American Composers Orchestra unter Robert Spano gab Kuuskmann 2013 sein sehr umjubeltes Debut in der Carnegie Hall. Seine Zusammenarbeit mit Komponisten wie Daniel Schnyder und der Jazzikone John Patitucci führte zu zahlreichen neuen Werken: von Fagott mit Streichquartett bis verstärktes Fagott mit Elektronik.

Zu Kuuskmanns Projekten der Saison 2017/18 zählen ein neues Solowerk von Páll Ragner Pálsson für Fagott, Flöte und Orchester und ein Konzert/CD-Projekt auf Grundlage brasilianischer Musik.

Als Kammer- und Orchestermusiker war Kuuskmann Gast des „Ensemble Berlin“ und des „Blechbläserensembles der Berliner Philharmoniker“. Ebenso trat er bei Festivals wie Musikfest Bremen und Gstaad Festival auf. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Kirill Gerstein, Robert Kulek, Lars Anders Tomter, Daniel Schnyder u.a.

Auch bei Aufnahmen ein vielseitiger Künstler, erhielt Kuuskmann 2007 eine Grammynominierung für die Einspielung von Cheskys Fagottkonzert, 2016 folgte eine Grammynominierung für die Einspielung des Fagottkonzerts von Theofanidis. Regelmäßig ist er im Radio zu hören, in zahlreichen bedeutenden Film-Soundtracks und in populären Videospielen. Für die Cinesample Cinepro Winds Software spielte er die komplette Fagott-Soundbücherei ein.

Martin Kuuskmann ist Assistant Professor für Fagott an der Lamont School of Music der University of Denver, gab zahlreiche Meisterklassen an den führenden Universitäten und Konservatorien weltweit und lehrt bei verschiedenen Festivals. Er selbst erlangte seinen Master of Music an der Yale School of Music und seinen Bachelor of Arts an der Manhattan School of Music.

Als Künstler er Bernd Moosmann GmbH, der Miller Marketing Company und von Légère Reeds spielt Martin Kuuskmann ein Moosmann-Fagott des Typs „222-CL“.