2. Kammerkonzert 18/19

2. Kammerkonzert 18/19

Krise und Aufbruch

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Streichtrio c-Moll op. 9 Nr.3

Edvard Grieg (1843 – 1907)
Streichquartett g-Moll op. 27

Wie das erste besitzt auch das zweite Kammerkonzert der neuen Saison einen dramatischen Titel. Krise und Aufbruch bezieht sich dabei auf die konkrete Situation, in der sich Ludwig van Beethoven bei der Komposition seines Streichtrios c-Moll befand beziehungsweise Edvard Grieg, als er sein g-Moll-Streichquartett schrieb: Beethoven hob mit seinen drei Trios op. 9 die bisher vor allem auf Unterhaltung ausgelegte Gattung Streichtrio auf ein neues Niveau. Dies erkannten schon seine Zeitgenossen: „Keins von den bisherigen Werken kann sich an Schönheit und Neuheit der Erfindung, Geschmack der Ausführung, Behandlung der Instrumente usw. mit diesen Trios messen“, hieß es in der Beethoven-Biographie von Alexander Wheelock Thayer.

Edvard Grieg befand sich während der Arbeit an seinem Streichquartett g-Moll hingegen in einer Schaffenskrise. Diese gründet darin, dass er Anleihen aus der Folklore mit hohen kompositorischen Ansprüchen der Kammermusik verbinden wollte. Doch das Ergebnis glückte. Nicht nur Grieg war zufrieden, sondern das Streichquartett wurde ein großer Publikumserfolg und gilt als einer der wichtigsten Beiträge zu dieser Gattung.

Besetzung

In einzelnen Vorstellung kann die Besetzung varieren