Aus der Zeit fallen

Aus der Zeit fallen

David Grossman {*1954}, dramatisiert von Orit Gal | unter Verwendung der Übersetzung von Anne Birkenhauer übertragen von Gundula Schiffer
Inszenierung Dedi Baron, Bühne Gabriele Trinczek, Kostüme Kirsten Dephoff, Dramaturgie Martin Vöhringer

Ein Mann zieht klagend um die Stadt, auf der Suche nach seinem toten Sohn. Mehr und mehr Menschen schließen sich ihm an, weil auch sie ein Kind verloren haben. Zusammen bilden sie einen vielgestaltigen Totenbeschwörungstanz, einen vielstimmigen Chor, der all die Fragen stellt, die jeden beim Tod eines Angehörigen bewegen: Wo ist der Verstorbene jetzt? Was bin ich ihm schuldig geblieben? Wie kann ich ohne ihn weiterleben? Bis die Trauernden erkennen, dass Leben in seiner ganzen Fülle nur dort, an dieser Grenzlinie besteht.

Aus der Zeit fallen ist ein sehr bewegender Text und eines der persönlichsten Bücher David Grossmans. Der Autor schrieb es einige Jahre nach dem Tod seines Sohns im Libanonkrieg. Es ist Totenklage und Hymnus auf das Leben zugleich.

Die israelische Regisseurin Dedi Baron interessiert sich für Aus der Zeit fallen in doppelter Perspektive, in Hinsicht auf die conditio humana wie in Hinsicht auf die besondere israelische Situation. Dedi Baron gehört zu den herausragenden Theaterregisseurinnen Israels. Seit Ende der  1990er Jahre inszeniert sie regelmäßig am Nationaltheater Habimah, am Cameri und am Beit Lessin Theater in Tel Aviv.
Stipendien der britischen Botschaft und des Goethe-Instituts führten sie nach London und Berlin. Seit 2006 ist sie Professorin für Regie an der Fakultät für Theater der Universität Tel Aviv. In Deutschland hat sie unter anderem für das Theater Kiel, die Schaubühne Berlin und das Düsseldorfer Schauspielhaus gearbeitet.

Besetzung

In einzelnen Vorstellung kann die Besetzung varieren