Boris Godunow

Boris Godunow

Oper von Modest Mussorgskij – russisch mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung Mihkel Kütson, Inszenierung Agnessa Nefjodov, Bühne Eva Musil, Kostüme Nicole von Graevenitz, Choreinstudierung Michael Preiser, Dramaturgie Ulrike Aistleitner

Die Handlung der Oper basiert auf den historischen Tatsachen um die Thronnachfolge Ivans „des Schrecklichen“ Ende des 16. Jahrhunderts. Mussorgskij, der das Libretto (nach Puschkin) selbst verfasste, verschiebt die Perspektive des Dramas ganz auf die Beziehung zwischen der individuell gestalteten Masse und dem an seiner Schuld zugrunde gehenden Herrscher.

Ihre einzigartige Wirkung erzielt die Oper, indem sich die Schilderung dieses individuellen Schicksals vor dem Panorama einiger der eindrucksvollsten Chorszenen vollzieht, die die Operngeschichte kennt. Indem der Komponist russische Volkslieder, Kirchengesänge und Kinderlieder mit der Kunstform Oper verbindet, entsteht mit „Boris Godunow“ etwas fundamental Neues.

Am Theater Krefeld Mönchengladbach wird die sogenannte „Urfassung“ (1868/69) gespielt.