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Frau Luna

Frau Luna

Operette von Paul Lincke (Musik) und Heinz Bolten-Baeckers (Text)
Musikalische Leitung Alexander Steinitz, Inszenierung Ansgar Weigner, Bühne Jürgen Kirner, Kostüme Marlis Knoblauch, Choreografie Luches Huddleston jr., Choreinstudierung Maria Benyumova, Dramaturgie Ulrike Aistleitner, Nachdirigat Michael Preiser

Der einfache Berliner Arbeiter Steppke hat die Nase gestrichen voll. „Die da oben“ nehmen die kleinen Leute nicht ernst. Gemeinsam mit seinen Stammtischbrüdern Pannecke und Lämmermeier beschließt er, etwas dagegen zu unternehmen. Seine Freundin Marie ist davon allerdings wenig begeistert und will ihn von riskanten Unternehmungen abhalten. Umsonst: Ein paar Gläser Bier und der Traum von einer besseren Welt – und schon ist Steppke mittendrin in einer faszinierenden, traumhaften und andersartigen Welt. Deren attraktive Herrscherin, Frau Luna, zeigt lebhaftes Interesse an dem charmanten Fremdling. Und so steht Steppke auf einmal zwischen zwei Welten – und zwei Frauen…

Am 2. Mai 1899 kam Paul Linckes‚ burlesk-fantastische Ausstattungsoperette „Frau Luna“ im Berliner Apollo-Theater zur Uraufführung und gilt heute als eine der ersten Berliner Operetten. Im Gegensatz zur Wiener Operette, die häufig in die Nähe der Oper rückt, ist ihr Berliner Pendant verwandt mit der Revue und setzt einerseits auf Rhythmen der Militärmusik, andererseits auf moderne Tanzrhythmen aus den USA.
Die stilechte Figurenriege an Berliner Originalen sowie der schlagfertige Wortwitz des Textdichters Heinz Bolten-Baeckers bieten einen üppigen Fundus für skurrile Situationskomik und schnelle Wendungen, – die Garanten für einen unterhaltsamen Operettenabend!
Nicht zu vergessen Paul Linckes Musik: Der zum berühmten Schlager avancierte Marsch „“Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft“” und Ohrwürmer wie ““Schlösser, die im Monde liegen”“ oder auch ““Oh Theophil“” lassen den schwungvollen Klang der Berliner Jahrhundertwende wieder auferstehen.

Ansgar Weigner, dessen bisherige Regiearbeiten am Gemeinschaftstheater („Die Liebe zu den drei Orangen“ und die Kinderoper „Die kleine Seejungfrau Rusalka“) das Publikum begeistert aufgenommen hat, erzählt die berühmte Berliner Operette erfrischend neu und fühlt dem Untertitel „burlesk-phantastische Ausstattungsoperette“ humorvoll auf den Zahn.

Aufführungsdauer: 2 Stunden, eine Pause

  • Pressestimmen

    Steppkes Mondfahrt

    Die Operette ist nicht tot, nicht einmal kränklich. Wenn historische Produkte dieser angestaubten musikdramatischen Gattung gefällig upgedatet werden, muss sich niemand sorgen um ihren Fortbestand. Das beglaubigt Ansgar Weigners einfühlsam bewerkstelligte Inszenierung der Paul-Lincke-Operette „Frau Luna“, deren Premiere im Theater ausverkauft war.

    Schon die potpourrihaft skizzierende Ouvertüre macht klar, dass Alexander Steinitz im Graben mit den Niederrheinischen Sinfonikern dem Opus von 1899 nicht weniger professionelle Zuwendung widmet als einer ernsten Oper. Betörend, voll Eleganz, Wärme und Charme klingen die Kernthemen an, darunter das Walzerlied „Schlösser, die im Monde liegen“ und flotte Märsche. (…) Schnauze mit Herz und passendes Milljöh nimmt für das urige Stammtischtrio um den Weltverbesserer Steppke mit dem soignierten Pannecke (Hayk Dèinyan) und dem abgebrochenen Lehrer (Rafael Bruck) ein. Die kesse Wirtin Frau Pusebach (Kerstin Brix) und die flippige „Mieze“ (Susanne Seefing), ergänzen das Trio zum quirligen Quintett, aus dem die besonders resolut agierende, revue-erfahrene Kerstin Brix hervorsticht. (…) Über allem thront würdevoll in einem engen Gold-Bronze-Kleid – Frau Luna. Debra Hays spielt die Mondpräsidentin, die eine „Koalition“ mit dem Prinzen ausschlägt, weil sie sich in den handfesten Steppke verguckt hat, mit unübersehbaren Anleihen bei „Mutti“ Merkel. Was sie so hinreißend trällert, sind ihre Neujahrsansprachen 2031 und 2032, wie das ovale Guckloch in der Prospektwand verkündet. Doch bei einer wilden Party mit witzigen Balletteinlagen und dem von Maria Benyumova glänzend eingestellten Theaterchor muss Steppke feststellen, dass die Berliner Luft für ihn und seine Freunde doch bekömmlicher ist als der lunare Firlefanz – und wacht aus seinem Traum auf. Seinen Weltverbesserungsdrang wird er fortan bezähmen und lieber im Kiez für Gerechtigkeit sorgen. Ein gutes Ende.

    [Dirk Richerdt, Rheinische Post, 14.3.2016]

     

    FRAU LUNA

    (…) Von einem tollen Erfolg muss man auch nach der gestrigen Premiere in Mönchengladbach sprechen, denn was das renommierte Team um Ansgar Weigner (Regie) in dem wunderbaren Kleinod des Rheydter Opernhauses da auf die Bretter gezaubert hat, war einfach wunderbar. Charmanter, unterhaltsamer, flotter und beglückend freudvoll für alle Mitwirkenden und die Zuschauer inszeniert, sah ich selten eine Operette. Man sah es nicht nur jedem Künstler an, wie viel Spaß ihnen diese hochkreativ in Szene gesetzte Produktion machte, sondern man merkte auch an der der Publikumsbegeisterung, dass die Inszenierungs-Crew hier exakt den Unterhaltungsnerv des niederrheinischen Theatervolks getroffen hatte.

    Nicht geringen Anteil hatte dabei das raffiniert phantastische Bühnenbild von Jürgen Kirner mit seinen vielen Projektionen; und wenn schon gleich zu Anfang sich an der seelenlosen Plattenbau-Fassade die unzähligen TV-Schüsseln zu farbigen Lampions verwandeln, dann ist das nur der Auftakt einer genial bebilderten Reise ins Traumland jener besseren Wunsch-Welt unseres Fritz Steppke (fabelhaft unkonventionell berlinernd Markus Heinrich), die schließlich auf dem Mond – ist das wirklich der Mond? – zu enden scheint. Da ist er endlich wieder, dieser wunderbare Zauberkasten von Opernbühne, der uns durch tolle Lichtregie und fantasievolle Requisiten in diese heile Operettenwelt eintauchen lässt. Dazu liefert Marlis Knoblauch für das große Ensemble von Tänzern, Solisten und Choristen ganz bezirzend raffiniert entworfene Kostüme in einer Vielfalt des couturieren Glanzes, wie sie nicht nur einem realen Folies Bergère durchaus zur Ehre gereicht hätten. Ein Traum an schöner überzeugender Kostümbrillanz, teilweise in herrlich augenzwinkernder Ironie mit Alltagsgegenständen appliziert. Ein besonderes weiteres Kritiker-Lob geht an Luches Huddlestone für die außergewöhnlich humorvoll gestaltete Ballettchoreografie, die nicht nur Anleihen am hollywoodschen Wasserballett macht, sondern sich auch anderer Reliquien klassischer Filme, wie (Chaplins großer Diktator lässt grüssen) schwebender Erdkugeln bedient.

    Überzeugend und kurzweilig in jeder Beziehung waren sowohl das terrestrische Quintett (Steppke / Markus Heinrich, Lämmermeier / Rafael Bruck, Pannecke / Hayk Demian, Frau Pusebach / Kerstin Brix & Marie / Susanne Seefing) als auch das glänzenden Mondsolisten-Paar (Frau Luna / Debra Hays, Sternschnuppenprinz / Michael Simon) – darstellerisch, gesanglich und sprachlich grandios.

    Überzeugend ergänzten sowohl die Comprimarii, als auch die Balletttänzer, sowie ein vorzüglich disponierter Chor ein hoch gelungenes prächtig unterhaltendes Gesamtkunstwerk, dessen musikalische Leitung mit Alexander Steinitz in den besten Händen lag.

    [Peter Bilsing, Der Opernfreund, 13.3.2016]

     

    Zu Hause ist es doch am schönsten

    (…) Das alles funktioniert in Mönchengladbach ganz wunderbar unterhaltsam. Ansgar Weigner hat Linckes träumerische Reise zum Mond einerseits irgendwo in einer Plattenbausiedlung in Neukölln verortet, mit bunten Satellitenschüsseln und der typisch skurrilen Eckkneipe, andererseits das Reich der güldenen Frau Luna in eine Mischung aus Kanzleramt und Raumpatrouille verlegt. Die Mondgöttin trägt unverkennbar Züge der Kanzlerin. Das ist es aber auch schon fast mit der Aktualisierung, denn die Figuren der „Frau Luna“ müssen vor allem plausibel sein. Das kriegt Weigner prima hin. Steppke, der junge Mondträumer, ist bei Tenor Markus Heinrich ein herrlich sympathischer Idealist, der die Welt verändern will. Für Liebe scheint ihm das Punkermädchen Marie (Susanne Seefing) naheliegend, in puncto „Jerechtichkeit“ ist Frau Luna (Debra Hays) weitaus anziehender. Dass Steppke am Ende wieder in Neukölln aufwacht – nach dem Motto: Mutti ist die Beste, aber zu Hause ist es doch am Schönsten –, führt die an und für sich nebensächliche Handlung zu einem frohen Ende. Lustig ist das alles allemal. Wir erleben als Besatzung des interstellaren Raumschiffs neben Steppke unter anderen seine Vermieterin Frau Pusebach, für die Musical-Röhre Kerstin Brix mit fulminantem Hüftschwung noch einmal in Schürze und Tigerkleid ans Haus zurückkehrt. (…) Theophil ist ein ganz schlimmer Käfer (köstlich Matthias Wippich), Stella (Gabriela Kuhn) eine gestrenge Staatssekretärin, als auf seine Reputation bedachter Prinz Sternschnuppe macht Michael Siemon eine ausgezeichnete Figur. Der echte Hingucker dieser traumhaft kosmischen Sphäre jedoch sind die vielen Sternchen, für deren verschwenderische Ausstattung die Kostümabteilung unter Anleitung von Marlies Knoblauch alle Fantasie hat spielen lassen. Allen voran die atombombenbusige Venus (Amelie Müller singt aber auch sensationell) und der witzigerweise nur koreanisch sprechende und singende Shinyoung Yeo als Sumo-Ringer Mars, beide als Mitglieder des Opernstudio Niederrhein vielversprechende Talente. Überhaupt gibt es herrlich viel zu sehen auf der Bühne von Jürgen Kirner, die mit allerlei Projektionen animiert ist. Sogar ein kleines, feines Ballettensemble ist in Aktion, was ebenfalls mit Sonderapplaus bedacht wird. Entzückend das Glühwürmchen-Ballett und besonders die „Berliner Luft“ als Running Gag.

    [Armin Kaumanns, Aachener Zeitung, 26.3.2016]

     

    Mehr als heiße Luft aus Berlin

    (…) Die Warnsignale, die das Stück aussendet, nimmt auch der Genre-erfahrene Regisseur Ansgar Weigner in der neuen, rundum vorbildlichen Inszenierung des Theaters Krefeld Mönchengladbach im Opernhaus von Rheydt wahr. Und zwar auf ebenso vitale wie dezente Weise. Behutsam arbeitet er den aktuellen Kern heraus, ohne platte Parallelen zu bemühen. (…) Wunderbare, schrullige Charaktere präsentiert uns Weigner und zieht alle Register flotter Operetten-Kunst. Mit Klischees wird nicht gespart, aber auch nicht platt gewuchert. Der Witz wird stets pointiert getroffen. Liebevoll schafft Jürgen Kirner eine mit Satellitenschlüsseln gespickte Plattenbaufassade, die im Traum den Blick auf eine lunare Revue-Landschaft mit standesgemäßer Treppe und einem Ausblick auf den fernen blauen Planeten freigibt. Nicht minder detailgenau sorgt Marlis Knoblauch für eine überbordende Kollektion fantasievoller Kostüme. Und Lukas Huddleston jr. lässt das Ballett in pfiffigen Choreografien mit Weltkugeln spielen, im Wasser plantschen und als Glühwürmchen herumflattern. Und das alles sehr geschmackvoll.

    Man merkt allen Beteiligten den Spaß an der Sache an. Und so versprüht auch Alexander Steinitz am Pult der Niederrheinischen Sinfoniker viel Pep und Sensibilität. (…) Das Publikum im voll besetzten Rheydter Theater lässt sich schnell von dem Charme der Produktion anstecken, applaudiert ergiebig und sogar an den richtigen Stellen. Das Theater Krefeld Mönchengladbach hat damit sein Repertoire nicht nur um eine publikumswirksame Rarität erweitert, sondern auch ein klein wenig Pionierarbeit in Sachen „Berliner Operette“ geleistet. Da gibt es gewiss noch manches zu entdecken.

    [Pedro Obiera, opernnetz.de, 3. April 2016]

     

    Mondflug zu Frau Merkel

    (…) Der Regisseur, der am Krefelder Theater schon „Die Liebe zu den drei Orangen“ und „Rusalka“ in beeindruckende, bunte Bilder gesetzt hat, hat sich Paul Linckes Berliner Operette „Frau Luna“ angenommen. Er ist auch diesmal mit leuchtenden Farben und gutem Blick für die Details zu Werke gegangen und liefert den Beweis, dass das bis zum Nicht-mehr-hören-Können totgesagte Genre Operette quicklebendig sein kann, wenn man ein bisschen Staub wegpustet. (…) Es ist ein Spaß, den auch alle auf der Bühne und im Orchestergraben verströmen. Markus Heinrich ist ein „Viel Herz und noch mehr Schnauze“-Steppke, der mit dem verkrachten Lehrer Lämmermeier (Rafael Bruck) und dem um Stil bemühten Pannecke (Hayk Dèinyan) ein handfestes Männertrio abgibt. Die Revue-erfahrene Kerstin Brix versieht die resolute Frau Pusebach mit so viel Kittelschürzen-Charme, dass man glatt den Duft von Bügelstärke zu riechen meint. Matthias Wippich als sechsarmiger Theophil, der seine Hände nicht bei sich halten kann, Susanne Seefing als Kiezgöre Marie, Michael Siemon in der kunstledernen Uniform als C-Promi-Prinz Sternschnuppe sowie in kleineren Rollen Gabriela Kuhn, Sabine Sanz, Margriet Schlössels und Yasuki Toki sind auch stimmlich tadellos. Janet Bartolova ist als Frau Luna eine Lady, die weniger kess als klangschön ihre Fäden zieht und Koalitionspartner austestet.

    [Petra Diederichs, Rheinische Post, 31.10.2016]

     

    Eine grandiose Reise zum Mond und zurück

    (…) Der Regisseur hat das etwas angestaubte Revue-Stück von 1899 mit feinem Humor und Respekt für das Genre Operette zu einem kurzweiligen und intelligenten Unterhaltungsstück gemacht. Die Anspielungen an die Gegenwart werden nicht überstrapaziert und von Beginn an wird Auge und Ohr viel geboten. (…) In weißen, sehr fantasievollen Kostümen (Marlis Knoblauch), agiert der Chor dabei sehr spielfreudig. Der überaus geschäftige Theophil (Matthias Wippich) führt hier das Regiment. Trotzdem hat er noch Zeit, an sein kleines irdisches Abenteuer im Tiergarten mit Frau Pusebach zu denken. Mit dem köstlichen Lied „Oh Theophil, oh Theophil!“ hatte sich zuvor auch Frau Pusebach tränenreich an diese Begegnung erinnert. Kerstin Brix macht nicht nur aus diesem Auftritt ein kabarettistisches Schmankerl. (…) Die Chefin erscheint erst im zweiten Teil persönlich. Ganz in Gold gekleidet ist Janet Bartolova eine elegante und glamouröse Erscheinung, mehr Mondgöttin als Politikerin. Doch wenn sie zu ihren Neujahrsansprachen mal einen schwarzen und mal einen roten Blazer überstreift, ist die Anspielung gelungen. Zur Einstimmung auf das verunglückte Rendezvous tanzt das Ballett-Ensemble eine witzige Choreografie (Luches Huddleston jr.) in silbrigen Schwimmanzügen und Erdball-Luftballons. (…) Die Niederrheinischen Sinfoniker unter Alexander Steinitz machen nicht nur dieses Lied zum Hörvergnügen. Ein spielfreudiges Ensemble, ein bestens agierender Chor und die witzigen Tanzeinlagen runden den Abend ab. Unterhaltung auf hohem Niveau, die zeigt, dass Operette auch heute nicht verstaubt sein muss.

    [Michaela Plattenteich, Westdeutsche Zeitung, 31.10.2016]

     

    Nette Einladung zur Reise auf den Mond

    (…) Auch mit „Frau Luna“ gelingt es Regisseur Ansgar Weigner wieder, hervorragend den Nerv des Publikums zu treffen und hierbei erneut zu beweisen, dass sich Anspruch und gute Unterhaltung nicht gegenseitig ausschließen, sondern im Gegenteil perfekt ergänzen können. (…) Schön auch, wenn sich ein Theater immer auf sein Ensemble verlassen kann, welches auch an diesem Abend einmal mehr sein Können unter Beweis stellen durfte. Allen voran Markus Heinrich, bei dem man sich als Zuschauer immer wieder freut, wenn er in einer entsprechend großen Rolle besetzt ist. Herrlich sein Berliner Dialekt, gesanglich wie immer hervorragend und voller Spielfreude, bravo. Gern gesehener Gast nach vielen Jahren am Gemeinschaftstheater auch immer wieder Kerstin Brix, die als Frau Pusebach für den ein oder anderen Lacher sorgt. Aber auch in allen anderen Rollen ist man bei dieser Operette sehr stark aufgestellt. Susanne Seefing als Marie, Hayk Dèinyan als Pannecke und Rafael Bruck als Lämmermeier können als „Berliner-Fraktion“ ebenso überzeugen wie Matthias Wippich als sechsarmiger Theophil, Gabriela Kuhn als Stella oder Michael Simon als Prinz Sternschnuppe auf Seiten der Mondbewohner. (…) Abgerundet wird die Riege der Hauptdarsteller natürlich von Frau Luna persönlich, bei der Premiere besetzt von Janet Bartolova. Auch wenn die Spielzeit noch jung ist, mit diesen drei eingangs bereits erwähnten Produktionen die aktuell in Krefeld zu sehen sind, liegt man im Rennen um das „Opernhaus des Jahres“ ganz weit vorne. Das Publikum im nahezu ausverkauften Theater, auch dies ist bei Premieren längst nicht mehr immer und überall der Fall, zeigte sich auf jeden Fall begeistert und feierte Darsteller und Leistungsteam mit großem Beifall. So darf es gerne weitergehen und ein Besuch am Niederrhein sei jedem Leser wärmstens empfohlen. Und wenn dann quasi ganz nebenbei durch die „Bewegung für Jerechtigkeit und Liebe zwischen die Menschen“, kurz BJLM, als unterschwellige dafür aber mit bleibendem Eindruck verbreitete Botschaft noch vermittelte wird, dass „Habgier und Frieden aneinander ausschliessen“, dann zeigt Theater einmal mehr, wie unterhaltsam man solche Botschaften vermitteln kann. Großes Lob an alle (!) Beteiligten dieser Produktion.

    [Markus Lamers, Der Opernfreund, 30.10.2016]