Haus und Herd

Haus und Herd


Eine Eigenproduktion des Jugendclubs Krefeld in Kooperation mit dem Theater de Garage ,Venlo

Inszenierung: Maren Gambusch und Arjan Gebraad

Bühne: Matthias Stutte, Kostüme: Kathrin Beutelspacher, Dramaturgie: Isabelle Küster, Choreographie: Alla Bondarevskaya

 

Der Ausdruck „Huis en haard“ (Haus und Herd) bezeichnet im Niederländischen das Verlassen des Bekannten mit dem Ziel, einen ungewissen Ort zu erreichen. Genau dorthin, ins Ungewisse, Unbekannte, bricht der Jugendclub Krefeld in der Spielzeit 2016/17 auf. In Kooperation mit dem Theater de Garage aus Venlo und jungen niederländischen Schauspielern wollen wir ergründen, wo die Grenze zwischen Holland und Deutschland verläuft – und wo in unseren Köpfen: Und was bleibt eigentlich von uns übrig, wenn wir alles hinter uns lassen wie die Menschen, die sich derzeit auf der Flucht befinden?

Warum entscheiden sich Menschen dazu, alles hinter sich zu lassen und sich aufzumachen in eine völlig ungewisse Zukunft?

Was passiert mit uns, unserer Wahrnehmung, unserem Verstand und unseren Herzen, wenn wir selbst die Grenzen übertreten und zum ‚Anderen‘ werden? Gemeinsam wollen wir ergründen, was Menschen und soziale Gruppen dazu bewegt, sich über Unterschiede zu definieren, anstatt über die große Gemeinsamkeit, die uns eint: das Menschsein an sich.

Mithilfe von selbst entwickelten Texten und Videos, eigens komponierter Musik und einer Fülle von persönlichen Erfahrungen reißen  wir die (Sprach-)Barriere nieder und stellen uns mit vollem Körpereinsatz unseren Vorurteilen, untersuchen Klischees  und wagen den neugierigen Blick über den Zaun zum Nachbarn.