Leonce und Lena

Leonce und Lena

Lustspiel von Georg Büchner
Inszenierung Anja Panse, Bühne und Kostüme Anne Siegrot, Dramaturgie Thomas Blockhaus,

Prinz Leonce vom Königreich Popo fehlt jeder Lebens-sinn. Er langweilt sich demonstrativ. Als ihm sein Vater, der verwirrte König Peter, mitteilt, dass er eine ihm unbekannte Prinzessin heiraten soll, flieht Leonce gemeinsam mit seinem Diener Valerio nach Italien. Auf ihrem Weg ins süße Nichtstun begegnen sie der sich nicht zu erkennen gebenden, traurig schönen Prinzess-in und ihrer Gouvernante. Lena ist ebenfalls auf der Flucht vor der Heirat mit einem ungeliebten Mann. Nicht ahnend, dass sie den versprochenen Partner vor sich haben, verlieben sich die beiden ineinander, und feiern am Hofe Popo eine groteske Hochzeit.

Büchners einziges Lustspiel, das er mit 22 Jahren schrieb, ist eine beißende Kritik an der Welt der Elterngeneration und der Hohlheit ihrer Ideale. Mit wortspielreicher Ironie, philosophischer Poesie und virtuos artikulierter Absurdität schrieb er ein federleichtes Stück voll tiefer Verzweiflung.