Orpheus in der Unterwelt (Orphée aux enfers)

Orpheus in der Unterwelt (Orphée aux enfers)

Operette in zwei Akten - Musik von Jacques Offenbach - Libretto von Ludovic Halévy und Hector Crémieux
Musikalische Leitung Diego Martin-Etxebarria, Inszenierung, Kostüme Hinrich Horstkotte, Bühne Martin Dolnik, Choreografie Robert North, Choreinstudierung Michael Preiser, Dramaturgie Ulrike Aistleitner

Orpheus und Eurydike sind einander überdrüssig und wollen sich trennen. Eurydike hat ein Verhältnis mit Pluto und Orpheus umschwärmt seine Schülerin Marquilla. Aber die Öffentliche Meinung verhindert die Trennung. Als Eurydike von der Schlange gebissen stirbt, entführt Pluto sie in die Unterwelt. Orpheus, sehr zufrieden mit dieser Fügung, wird jedoch von der Öffentlichen Meinung genötigt, seine Gattin von Göttervater Jupiter zurückzufordern.

In seiner ersten abendfüllenden Operette – uraufgeführt 1858 in Paris – ist Jacques Offenbach nichts heilig: Die hehrerhabenen Götterfiguren der Antike werden von ihrem Sockel gestoßen und in ihren allzu menschlichen Schwächen gezeigt. Musikalisch parodiert der „Mozart der Champs-Élysées“, wie Offenbach in Paris genannt wurde, ohne jeden Respekt und mit viel Können das hohle Opernpathos seiner Zeit.