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„Von Frauenhand vertont“

„Von Frauenhand vertont“

Goethe-Vertonungen von Komponistinnen | Fotos © Michael Zerban

Hand aufs Herz: wie viele Komponistinnen kennen Sie?  Die Musikgeschichte ist eindeutig männlich ausgerichtet  und es ist weitgehend unbekannt, dass es auch zahlreiche Frauen gab, die inspiriert und erfolgreich komponierten. Mezzosopranistin und Ensemblemitglied Susanne Seefing möchte hier „Korrekturarbeit“ leisten und hat einen szenischen Liederabend konzipiert, der Lieder von Komponistinnen in den Fokus rückt. Bei ihrer Programmauswahl hat sie dabei Kompositionen von Frauen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert berücksichtigt und die dramaturgische Klammer gewählt, dass es sich jeweils um Vertonungen von Goethe-Texten handelt. Der deutsche Dichterfürst wird bei diesem Liederabend sogar  in persona  auftreten und einzelne Lieder der Komponistinnen kommentieren und interpretieren.

Dieser Liederabend bietet eine veritable Entdeckungsreise mit höchst interessanten Kompositionen von Pauline Viardot, Corona Schröter, Fanny Hensel, Clara Schumann, Mathilde Kralik von Meyerswalden, u.a.

Mit: Panagiota Sofroniadou*, Susanne Seefing, Agnes Thorsteins*; Markus Heinrich, Alexander Kalina*, Alexander Liu* (Gesang);

Am Klavier: Karsten Seefing und Armando Elizondo*

* Mitglied im Opernstudio Niederrhein.

 

  • Pressestimmen

    Von Frauenhand vertont

    Bei einem „Szenischen Liederabend“ im gut besuchten Studio des Theaters erklangen Goethe-Vertonungen von Komponistinnen. Susanne Seefing konzipierte den Abend in aufwendiger Recherchearbeit. (…) Studienleiter Karsten Seefing begleitete sorgfältig und anpassungsbereit am Flügel. (…) Agnes Thorsteins fesselte mit ihrer besonderen Ausdrucksintensität im schon erwähnten „Erlkönig“. (…) Panagiota Sofroniadou sang voller Liebreiz vom „Frühzeitigen Frühling“ aus der Feder von Josephine Lang und präsentierte mit Sopranglanz „Das Veilchen“ von Clara Schumann. Susanne Seefing sang mit ganz ausgeglichenem, sich frei entfaltendem Mezzo „ihre“, also Fannys, Lieder „Sehnsucht nach Italien“, „Harfners Lied“ oder „Wanderlied“. Alexander Kalina glänzte mit „Lebet wohl, geliebte Bäume“ (Lang) und „Italien“ (Hensel). Jeannette Bürde vertonte das bekannte „Heideröslein“, das Opernstudio-Mitglied Alexander Liu mit ebensolchem tenoralem Schmelz interpretierte wie das „Wanderlied“ der Österreicherin Mathilde Kralik von Meyerswalden. Auch „Goethe“ (Markus Heinrich) beteiligte sich mehrfach mit ausgeglichenem Tenor einfühlsam am vokalen Reigen, unter anderem mit dem Lied „Gefunden“, das die 15-jährige Susanne Seefing im Jahre 1985 komponierte. (…) Für den reichen Beifall erhielt das Publikum noch Hensels Lied „März“. [Heide Oehmen, Rheinische Post, 1.4.2018]

    Frauenversteher Goethe

    (…) Am Ende eines wunderbar tiefenentspannten Abends wird stimmig „Wenn ich mir in stiller Seele“ von Fanny Hensel nach einem Gedicht, das Goethe ihr gewidmet hat, von allen Sängern vorgetragen. Die Zugabe ist Hensels März. Absolut gelungen. Wie der gesamte Abend. Karsten Seefing hat am Klavier ganze Arbeit geleistet, die Sänger haben neben ihrer Arbeit auch anspruchsvolle Texte überwiegend klaglos rezitiert und das Publikum applaudiert am Ende herzhaft. (…) Ein großes Kompliment geht an Susanne Seefing, die ein schönes Stück geschaffen und Geschichte gekonnt aufgearbeitet hat. [Michael S. Zerban, O-Ton, 1.4.2018]