„Der goldene Drache“ als beste Inszenierung in NRW

In einer Kritikerumfrage der Welt am Sonntag wurde die Oper in der Regie von Petra Luisa Meyer von zwei Kritikerinnen favorisiert.

Acht renommierte Kritikerinnen und Kritiker haben die Opernlandschaft NRW unter die Lupe genommen und für die Welt am Sonntag in verschiedenen Bereichen ihre Favoriten der Spielzeit 2018/19 genannt. Gleich zwei Kritikerinnen, die kürzlich verstorbene Kulturjournalistin Ulrike Gondorf (u.a. WDR, DLF, SWR und BR) und Regine Müller (u.a. Opernwelt und WDR), entschieden sich in der Kategorie „Beste Inszenierung (Stück nach 1945)“ für das Musiktheater „Der goldene Drache“ von Peter Eötvös in der Regie von Petra Luisa Meyer. Zusätzlich wurde der Tenor James Park für seine Leistung in „Der goldene Drache“ von Regine Müller als bester Nachwuchssänger nominiert.

Das Stück wurde im Mai 2018 im Theater Krefeld als „On-Stage-Produktion“ gezeigt – die Zuschauer sitzen mit auf der Bühne und bekommen so außergewöhnliche Perspektiven geboten und eine faszinierende Nähe zu den Darstellen. „Der goldene Drache“ ist eine tragikomische, sozialkritische Geschichte aus raschen Momentaufnahmen (5 Darsteller schlüpfen in 17 Rollen), die in einem Asia-Schnellimbiss spielt. Erst 2014 an der Oper Frankfurt uraufgeführt, ist das Gemeinschaftstheater das vierte Haus, das dieses Werk in den Spielplan aufnimmt.

Das Libretto stammt von Roland Schimmelpfennig, dessen gleichnamiges Schauspiel seit vielen Jahren erfolgreich gespielt wird und auch am Niederrhein vor einigen Jahren zu sehen war. Das Publikum darf sich auf ein außergewöhnliches Musikerlebnis freuen: Insgesamt kommen ca. 50 Schlag“instrumente“ zum Einsatz, darunter auch Schnapsgläser und Wok-Kochtöpfe sowie Kochlöffel, Kochbesen und Messer… Premiere im Theater Mönchengladbach ist am Samstag, den 28. September.