2. Kammerkonzert 20/21

2. Kammerkonzert 20/21

Freigeister

Die „Keimzelle“ des zweiten Kammerkonzerts war, laut Bratscher Martin Börner, Ludwig van Beethovens unbekümmerte, aber sehr effektvolle Serenade op. 25 für Flöte, Violine und Bratsche. Mit ihr möchten die drei Musiker des Konzertvormittags nochmal den großen Jubilar des Jahres 2020 würdigen. Bei der Suche nach weiteren Werken für diese Besetzung, geschrieben von „Freigeistern“, kamen dem Bratscher dann nicht nur Beethovens Variationen über Mozarts „La ci darem la mano“ in den Sinn, sondern bei einer Internetrecherche stieß er auf das Trio des Niederländers Jan van Gilse. „Ich habe das Stück angehört und fand es sehr interessant, sehr virtuos. Ein wirkliches Aha-Erlebnis war für mich, dass van Gilse Beethoven-Preisträger ist.“, berichtet Börner. Für seine erste Sinfonie erhielt er einen Preis des Bonner Vereins „Beethovenhaus“. Immer wieder auch in Deutschland tätig, kehrte van Gilse nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in die Niederlande zurück und engagierte sich intensiv im dortigen Widerstand.
Ebenfalls eine interessante Biographie besitzt der Amerikaner Ferde Grofé, der unter anderen in Nachtclubs auftrat, mit Paul Whiteman zusammenarbeitete und Mitglied zweier Freimaurer-Logen war. Table d’Hote übersetzt man am besten mit „Tagesgericht“ und tatsächlich komponiert Grofé hier ein teilweise sehr lautmalerisches musikalisches Gericht. „Im Mittelteil miaut und schnurrt eine Katze um die Tischgesellschaft herum.“, verrät Börner vorab.

 

 

 

Besetzung

In einzelnen Vorstellung kann die Besetzung varieren

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