3. Kammerkonzert 18/19

3. Kammerkonzert 18/19

Heitere Tiere im Sommer

Samuel Barber (1910 – 1981)
Summer Music op. 31

György Ligeti (1923 – 2006)
Zehn Stücke für Bläserquintett

Luciano Berio (1925 – 2003)
Opus Number Zoo. Children’s Play for Wind Quintet

Carl Nielsen (1865 – 1931)
Quintett op. 43

 

Heitere Tiere im Sommer lautet der Titel des 3. Kammerkonzerts der Niederrheinischen Sinfoniker, das es vom orchestereigenen Bläserquintett NR 5 gestaltet wird. Das Publikum darf sich an dem Vormittag auf eine abwechslungsreiche Mischung überwiegend zeitgenössischer Werke freuen. Neben einem gewissen Augenzwinkern werden aber auch ernstere Töne nicht fehlen. So umweht Samuel Barbers Summer Music neben der sommerlichen Farbenpracht und Leichtigkeit ein Hauch von Melancholie.

Ein „phantastisch gutes“ Stück nannte György Ligeti selbst seine Zehn Stücke für Bläserquintett, die zu einem Standardwerk der zeitgenössischen Musik wurden. „Ligeti schreibt so virtuos und mit so viel Wissen über jedes einzelne Instrument, dass es eine Freude ist, die Stücke zu üben. Und natürlich ein Ärger, weil sie so schwierig sind.“, begeistert sich auch Hornistin Cecilie Marie Schwagers darüber.

Im anschließenden Opus Number Zoo von Luciano Berio kommen vier Fabeln zu Gehör – über einen Tanz in der Scheune, ein Reh, eine Maus und zwei Kater –, wofür die fünf Musiker auch stimmlich gefordert werden.

In ganz andere Klangwelten führt das eher „klassische“ Bläserquintett von Carl Nielsen. Auch er beeindruckt darin mit dem bewussten Einsatz der Klangfarben der fünf Instrumente, besonders im Finale, dessen Variationen geradezu als Charakterisierungen von Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott gelten können.