4. Kammerkonzert 18/19

4. Kammerkonzert 18/19

Traumgekrönt

Alexander Glasunow (1865 – 1936)
Rêverie orientale (für Klarinette und Streichquartett)

Robert Schumann (1810 – 1856)
Streichquartett a-Moll op. 41 Nr. 1

York Bowen (1884 – 1961)
Phantasy Quintet op. 93 (für Bassklarinette und Streichquartett)

Inspiriert vom gleichnamigen Gedichtband Rainer Maria Rilkes trägt das 4. Kammerkonzert den Titel Traumgekrönt. „Das war der Tag der weißen Chrysanthemem / mir bangte fast vor seiner Pracht … / Und dann, dann kamst du mir die Seele nehmen / Tief in der Nacht. […]“ – so heißt es dort in „Lieben II“. Als klangliches Pendant haben die Musiker träumerische Werke für Streichquartett bzw. Klarinette und Streichquartett ausgewählt.

So eröffnet das Konzert mit der geradezu berückend schönen Rêverie orientale von Alexander Glasunow, die in sanften Tönen in das Morgenland entführt. Zart, beinahe intim beginnt auch das a-Moll-Streichquartett von Robert Schumann, das erste Quartett seines Opus 41 wie auch seine erste Streichquartettkompostion überhaupt. „Ich kann über die Quartette Nichts sagen, als dass sie mich entzückten bis in‘s Kleinste.“, schwärmte seine Frau Clara, zu deren 23. Geburtstag die Uraufführung stattfand. Bei York Bowens Phantasy Quintet ist erneut der Name Programm. Als ungewöhnliche Klangfacette kombiniert er darin ein Streichquartett mit dem samtig-sonoren Ton der Bassklarinette.