5. Kammerkonzert 19/20

5. Kammerkonzert 19/20

Gehört - Unerhört. Komponistenportrait Holger Hockemeyer

Unter dem Motto „gehört – unerhört“ stellt sich im 5. Kammerkonzert Holger Hockemeyer, seit vielen Jahren stellvertretender Solobratscher der Niederrheinischen Sinfoniker, dem Publikum von einer anderen Seite vor: als Komponist. Seit 1991 widmet sich der Musiker parallel zu seinen Orchesterdiensten der Komposition von Kammermusikwerken. Schrieb er zunächst für Viola solo, steigerte er sich in den Besetzungen allmählich über Trios und Quartette bis zu 7 Holzbläsern mit Harfe und Streichern. „Eines meiner Hauptanliegen beim Komponieren ist, Emotionen und Begegnungen verschiedenster Art vor allem in tonaler Weise auszudrücken, und dies möglichst transparent für die Hörer, selbst wenn die Taktarten und die übereinandergeschichteten Rhythmen immer komplexer werden.“, sagt er selbst über sein Schaffen.

Im Kammerkonzert erlebt das Publikum einen Querschnitt durch Hockemeyers Oeuvre, von der Sonate an der Meer für Viola solo aus dem Jahre 1997 bis hin zum Quartett in F, komponiert 2018, das im Kammerkonzert seine Uraufführung erlebt. Ruft Hockemeyer in der Sonate titelgemäß Assoziationen zum Meer wach, setzt er sich im Quartett mit ungelösten religiösen und philosophischen Fragen auseinander. Im Duo für zwei Violinen erinnert er dagegen an den Orient und ein ostjüdisches Liebeslied, in der Fuge des Trios klingt ein Zitat aus „Hoffmanns Erzählungen“ an.

 

Holger Hockemeyer (geb. 1954)

Sonate an das Meer e-Moll für Viola solo

Duo für zwei Violen c-Moll

Trio für Violine, Viola und Violoncello in e-Moll

Quartett in F für zwei Violinen, Viola und Violoncello (UA)