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Anatomie Titus Fall of Rome. Ein Shakespearekommentar

Anatomie Titus Fall of Rome. Ein Shakespearekommentar

Von Heiner Müller
Inszenierung Maya Zbib, Ausstattung Caspar Pichner, Dramaturgie Martin Vöhringer

Auge um Auge, Zahn um Zahn. Shakespeares frühe Tragödie Titus Andronicus ist ein Rachedrama, wie es in elisabethanischer Zeit in Mode war. Ein Spektakel mit einem grotesken Wirbel an Gewalttaten: Nach zehn Jahren Krieg führt Feldherr Titus triumphierend Tamora, die besiegte Königin der Goten, samt ihren Söhnen als Gefangene nach Rom. Als Rache für den Tod seiner im Krieg getöteten Söhne bestimmt Titus den ältesten Sohn der Gotenkönigin zum Opfertod. Königin Tamora bekommt alsbald Gelegenheit zur grausamen Vergeltung.

Heiner Müller erzählt in seinem Stück in stark verdichteter, lakonisch verknappter Weise die Shakespearesche Fabel. Aber er tut dies in sezierender, Geschichtsmechanismen bloßlegender Weise – „Anatomie“ – und er montiert seinen „Kommentar“ hinein, in dem vor allem nach der aktuellen Erscheinungsform des Gegensatzes ROM vs. BARBAREN gefragt wird.

Die libanesische Regisseurin Maya Zbib, die am Theater Krefeld und Mönchengladbach bereits in der Reihe „Außereuropäisches Theater“ inszeniert hat, befragt ihrerseits die Mechanismen und die ästhetischen Repräsentationsweisen von Gewalt, nicht zuletzt in der Genderperspektive.

INSZENIERUNG Maya Zbib
BÜHNE UND KOSTÜME Caspar Pichner

PREMIERE Studio im Theater Mönchengladbach am 31. Oktober 2020
Fabrik Heeder in Krefeld in der Spielzeit 2021/22

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