Bekenntnisse eines Bürgers

Bekenntnisse eines Bürgers

Michael Grosse liest aus dem Roman von Sándor Márai
Es liest Michael Grosse

Der ungarische Romancier Sándor Márai (1900-1989) fand hierzulande erst nach seinem Tod öffentliches Interesse, obgleich sein Werk dem von Stefan Zweig, Joseph Roth und Robert Musil ebenbürtig ist. In seinem autobiographischen Roman „Bekenntnisse eines Bürgers“ schildert Márai, der sich zeitlebens zwischen Bürgerlichkeit und Anarchie hin- und hergerissen fühlte, nicht nur das Ungarn seiner Kindheit, sondern wirft auch einen scharfen, kritisch-analytischen Blick auf das „Weimarer Deutschland“, wo er lange Zeit lebte.

Die inspirierende Erzählweise, deren Palette von komisch-sarkastischen bis zu ernsten oder auch melancholischen Tönen reicht, und die Einbettung der eigenen Erlebnisse und Erfahrungen in die Zeitgeschichte lassen unschwer eine geistige Verwandtschaft des ungarischen Dichters mit Thomas Mann erkennen: Beide sind in der spätbürgerlichen Epoche verwurzeln, haben aber dennoch – oder gerade deshalb – mit scharfer Beobachtungsgabe in künstlerischer Vollendung deren Widersprüchlichkeit aufgezeigt.

Besetzung

In einzelnen Vorstellung kann die Besetzung varieren

Abo-Hotline
0800 / 08 01 808
Jetzt informieren!