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Choreografie-Werkstatt 2018/19

Choreografie-Werkstatt 2018/19

Junge Choreografen stellen sich vor
Bühne und Kostüme Udo Hesse

Eigene Ideen kreativ umsetzen und sich einmal als Choreograf ausprobieren – diese Chance nutzen neun Tänzerinnen und Tänzer des Ballettensembles im Rahmen der Choreografie-Werkstatt 2018/2019.
Ballettdirektor Robert North und Sheri Cook haben das Projekt künstlerisch begleitet.

Als junge Choreografen präsentieren sich Alessandro Borghesani, Marco A. Carlucci, Victoria Hay, Takashi Kondo, Teresa Levrini, Radoslaw Rusiecki, Francesco Rovea, Amelia Seth und Yoko Takahashi.
Ihre Kreationen haben vielfach einen Bezug zur Kultur und Tradition ihrer jeweiligen Heimatländer. Universale Themen wie zwischenmenschliche Beziehungen, Natur, Verlust und Trauer, aber auch mythologisch inspirierte Sujets werden gestaltet. Tango-Impressionen, spielerische Improvisation und witzig-komödiantische Darbietungen mit Showelementen vervollständigen die Fülle der Ideen.

Der Gefühlsskala von Trauer bis zu ausgelassener Fröhlichkeit entspricht ein breites musikalisches Spektrum. So erklingt neben Werken von Pergolesi, Vivaldi, Piazzolla, Stavros, Simon & Garfunkel oder The Ronettes manch lohnenswerte Entdeckung.

Folgende Choreografien / Uraufführungen werden gezeigt:

You & I | Choreografie: Victoria Hay
Simon Says | Choreografie: Amelia Seth
Fuyu 冬 | Choreografie: Yoko Takahashi
Milonga | Choreografie Takashi Kondo
A Lifetime of you loving me | Radoslaw Rusiecki und Francesco Rovea
Liebend | Choreografie: Teresa Levrini
Assenza | Choreografie: Alessandro Borghsesani
Pizzica | Choreografie: Marco A. Carlucci

Dauer: 2 Stunden 10 Minuten (eine Pause)

  • Pressestimmen

    Donald Trump und der Biss der Tarantel

    Ballettchef Robert North weiß, dass die Mitglieder seiner Ballettcompagnie nicht nur glänzend umsetzen können, was er vorgibt. Und so lässt er sie sich als Choreografen erproben. Was neun von ihnen im Theaterstudio bei der Choreografie-Werkstatt zeigten, verblüffte das Publikum. In der Tat überraschte die hohe Qualität der acht Tanzgeschichten, die Victoria Hay, Amelia Seth, Yoko Takahashi, Teresa Levrini, Takashi Kondo, Radoslaw Rusiecki, Francesco Rovea, Alessandro Borghesani und Marco Carlucci mit Kolleginnen und Kollegen erarbeiteten. Gleich das Debüt des zweistündigen Abends, „You & I“ von Victoria Hay, fesselte durch eine witzige politische Volte: Giuseppe Lazzara tanzte hier eine Szene als Donald Trump (…)
    Auf das Kinderspiel „Simon Says“ greift Amelia Seths gleichnamige Arbeit zurück. (…) Seth spielt darin mit dem Prinzip Mimikry, der Neigung zum Nachahmen. Im Gazeröckchen tanzt Radoslaw Rusiecki ein Duett mit Illya Gorobets im braunen Anzug, es geht um den Winter. Unter dem japanischen Titel für diese Jahreszeit, „Fuyu“, lässt Tänzerin Yoko Takahashi den Winter positiv wegkommen: als Zeit, in der das erstarrte Leben sich regeneriert. Den stärksten Szenenapplaus spendete das Publikum indes für „Milonga“ von Yokos Landsmann Takashi Kondo, eine getanzte Liebeserklärung an den Tango. Beste Unterhaltung lieferten Rusiecki und Rovea in ihrer Gemeinschaftsarbeit „A Lifetime of you loving me“: eine skurrile Persiflage auf den Schönheitskult .
    Überhaupt kennzeichnet Humor den größten Teil des Programms. Einzig „Assenza“ (Abwesenheit) von Borghesani widmet sich, eindrucksvoll unterstützt von Sätzen aus Pergolesis Stabat Mater, dem Thema Trauerarbeit. Bis im turbulenten Finale „Pizzica“ von und mit Marco A. Carlucci und dem Ensemble der Tanz selbst als Heilmittel gegen drohenden Tod in Stellung gebracht wird.(…) Happy End! Und donnernder Applaus.
    [Dirk Richerdt, Rheinische Post, 10.12.2018]