DAS LETZTE BAND (Krapp's Last Tape)

DAS LETZTE BAND (Krapp's Last Tape)

von Samuel Beckett // in der Übersetzung von Erika und Elmar Tophoven
Inszenierung Matthias Gehrt, Ausstattung Gabriele Trinczek, Dramaturgie Thomas Blockhaus

Ein Mann und ein Tonbandgerät. Ein Mensch im Zwiegespräch mit sich, mit seiner Vergangenheit.
Krapp blickt auf sein einst glücklicheres Leben als Schriftsteller zurück. Aus seinem Tonbandarchiv, in dem er sein Leben akustisch dokumentiert, kramt er das Band hervor, das er als Neununddreißigjähriger besprochen hat und hört es an. Inventur schon damals. Schon damals hatte er einem zehn Jahre zuvor aufgenommenen Tonband-Interview mit sich selbst gelauscht. Sein Leben, eine Nabelschau. Sein Blick, immer zurück.
Wühlen sich andere Gestalten Becketts in die Erde zurück, so gräbt sich Krapp in den eigenen Lebensschutt, führt eine Maulwurfexistenz, rekapituliert sein Leben als ineinander verschachtelte Lebensalter. Dabei sitzt sein älteres über sein jüngeres Ich zu Gericht. Ein Schrumpfdasein: die Gegenwart ist nur noch Kommentar zur Vergangenheit. Ein Leben von der Spule.
Joachim Henschke in einem von Beckett meisterhaft komponierten Solo, das bisweilen ironisch und mit großer Zartheit den Entschluss reflektiert, das Leben der Kunst zu widmen. Becketts radikale Reduktion hat das Theater auf den kleinstmöglichen Nenner und damit auf den größtmöglichen zugleich gebracht.

Besetzung

In einzelnen Vorstellung kann die Besetzung varieren

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