fbpx
Vorheriges
Nächstes
Die Gespräche der Karmeliterinnen

Die Gespräche der Karmeliterinnen

Oper in drei Akten - Musik von Francis Poulenc - Libretto vom Komponisten nach der Novelle von Gertrud von Le Fort und dem Schauspiel von Georges Bernanos - In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung Mihkel Kütson, Inszenierung Beverly Blankenship, Inszenierung Rebecca Blankenship, Bühne Christian Floeren, Kostüme Gerti Rindler-Schantl, Chor Michael Preiser, Dramaturgie Ulrike Aistleitner

Am 17. Juli 1794 werden 16 Nonnen des Karmeliter-Ordens von Compiègne auf der Guillotine hingerichtet. Zuvor waren sie im Zuge der Französischen Revolution aus ihrem Kloster vertrieben und verhaftet worden, weil sie ihren Orden und ihren Glauben nicht aufgeben wollten. Der Zuschauer erlebt die Geschichte aus der Perspektive der Adeligen Blanche, die im Kloster Zuflucht gesucht hatte und den Weg der Nonnen mit ihnen bis zu ihrem bitteren Ende ging.

Der französische Komponist Francis Poulenc hat diese bewegende Geschichte um das Festhalten an der eigenen Überzeugung und die Angst vor dem Tod 1957 in poetische und wirkmächtige Musik gefasst. Sie ist bestechend unmittelbar und in ihren Orchesterklangfarben außergewöhnlich expressiv.

„Star des Abends ist hier das Ensemble samt großartigem Chor, der an diesem Abend zeigt, was in ihm steckt. Ein alles in allem sehr überzeugender Theaterabend und ein musikalischer Leckerbissen.“ (Der Opernfreund zur umjubelten Premiere im Theater Krefeld im Januar 2019.)

  • Pressestimmen

    Berührendes und beklemmendes Schicksal

    „Die Gespräche der Karmeliterinnen“ mit ihrem Finale am Schafott haben im Theater furios Premiere gefeiert.

    (…) Die Ängste und Zerrissenheit der Novizin setzt Witte sehr überzeugend in ihrer Rolle um – gesanglich wie schauspielerisch. Viele Facetten des Seelenlebens der Klosterfrau werden anschaulich, können das Publikum berühren. Mit großer Ausdrucksstärke stellt Kerstin Brix das qualvolle Sterben der Priorin Madame de Croissy dar. (…) Mit ähnlicher Intensität, die von Verantwortungsgefühlen und Ängsten geprägt ist, stellen auch Janet Bartolova als neue Priorin und Eva Maria Günschmann als Novizenmeisterin Mère Marie ihre Rollen dar. Fröhlichere Momente und Lichtblicke in diesen düsteren Alltag der Karmeliterinnen bringt zu Beginn der Oper die Novizin Constance, spielerisch wie sängerisch überzeugend umgesetzt von Panagiota Sofroniadou (Mitglied im Opernstudio Niederrhein). (…) Es ist ergreifend, wenn die Karmeliterinnen singen und eine nach der anderen mit dem Klang des Fallbeils zu Boden sinkt. Nachdem auch Blanche als letzte der 16 Märtyrerinnen singend gestorben ist, wird der Bühnenraum abgedunkelt. Es herrscht eine beklemmende Atmosphäre und Stille, in der ein Applaus unangemessen erscheint. Doch dann entwickelt sich dieser in einem deutlichen Crescendo und das Premierenpublikum lässt seiner Begeisterung freien Lauf. [WZ online, 28.1.2019]

    Zum Gruseln schöne Frauen-Oper

    Erstaufführung in Krefeld: Die Gespräche der Karmeliterinnen (Les dialogues des Carmélites) von Francis Poulenc begeisterte.

    (…) Das Orchester leitet Mihkel Kütson hinter einem Gazeschleier sichtbar auf der Hinterbühne. Der Orchestergraben ist geschlossen, dadurch rückt das körperbetonte Spiel der Solisten nah ans Publikum, gewinnt so an Intensität. (…) Poulencs Musik spielt meisterhaft mit Elementen der Stilgeschichte, von der Gregorianik über neobarocke und klassische Formate bis hin zur Clarté des französischen Impressionismus. Ihr emotionaler Angang ist riesig, und Kütson gewährleistet mit erhabenem Feinsinn, dass die Niederrheinischen Sinfoniker, der Opernchor und der Damen-Extrachor ein klangintensives Hörereignis erschaffen. Unter den vielen Solistinnen dieser gruselig-schönen Frauenoper ragen die lyrische Sopranistin Sophie Witte als Novizin Blanche, Panagiota Sofroniadou (Schwester Constance) vom Opernstudio, Kerstin Brix als auch mimisch großartige Darstellerin der Priorin und Eva Maria Günschmann (Marie) eindrucksvoll hervor. [Dirk Richerdt, Rheinische Post, 28.1.2019]

    Les dialogues des Carmélites

    (…) Star des Abends ist hier das Ensemble samt großartigem Chor, der unter der Einstudierung von Michael Preiser an diesem Abend zeigt, was in ihm steckt. (…) In der Schlussszene, in der nach und nach eine Ordensschwester beim „Salve Regina“ verstummt, findet diese Chorleistung dann ihren Höhepunkt. Doch auch die Solisten, bis auf zwei Ausnahmen erneut komplett mit dem hauseigenen Ensemble besetzt, zeigen einmal mehr die Stärke dieses Hauses. Und irgendwie möchte man Kerstin Brix auch noch immer nicht wirklich als Gast einordnen, hat sie in Krefeld und Mönchengladbach doch schon oft das Publikum begeistert. So auch bei dieser Premiere, denn in der Rolle der Priorin sitzt nicht nur jeder Ton, nein, sie spielt hier mit einer Intensität, die ihres Gleichen sucht. So ist es nicht verwunderlich, dass das Krefelder Publikum ihr am Ende begeisternden Beifall spendet. Und auch Sophie Witte zeigt als Blanche einmal mehr, dass sie auch die ganz großen Rollen mit einer scheinbaren Leichtigkeit auf die Bühne bringen kann. Auch hierfür gab es großen Beifall. (…) Besonders erwähnenswert zweifellos noch Panagiota Sofroniadou aus dem Krefelder Opernstudio. Liebe Opernfreunde, merkt euch diesen Namen, denn wer die Novizin Soeur Constanze mit solch einem schönen Sopran versieht ist in der Ausbildung weit fortgeschritten. (…) Unter der Leitung von GMD Mihkel Kütson spielen die Niederrheinischen Symphoniker in großer 10er-Besetzung kraftvoll und intensiv, aber niemals zu laut, obwohl das Orchester bei dieser Inszenierung auf der Hinterbühne seinen Platz findet. (…) Allgemein finden die beiden Regisseurinnen immer wieder starke Bilder, die fast komplett ohne Requisiten auskommen. (…) Ein alles in allem sehr überzeugender Theaterabend und ein musikalischer Leckerbissen, den uns das Theater Krefeld hier präsentiert, auf solch einen Abend wartet man dann auch gerne ein paar Jahre länger. [Markus Lamers, Opernfreund, 28.01.2019]

    Eine geradezu sensationelle Chorleistung

    Nach dem Verlöschen der Musik eine gebührliche Pause, dann jedoch euphorischer Beifall, wie in diesem Hause schon lange nicht mehr erlebt. Aber in den Schlußbildern zeigt sich halt eine besondere Stärke der Inszenierung Beverly Blankenships: praktisch jede Choristin steigert sich zu einer Hauptrolle von unterschiedlichem Charakter. (…) Blankenships (jetzige) Arbeit lebt von einer sich unglaublich steigernden choreografischen Intensität. (…) Die Art, wie sich Dirigent Mihkel Kütson sogleich vehement in die Anfangstakte stürzt, den Publikumsbeifall für seinen Auftritt ignorierend, zeigt, wie stark er sich von der Partitur seit den Proben offenkundig hat fesseln lassen. Auch während der gesamten Aufführung formt er die (übrigens auf der Hinterbühne plazierten) Niederrheinischen Sinfoniker zu machtvollem, loderndem Spiel heraus, welchem es an Pianosuggestion aber nicht fehlt. (…) Sophie Witte ist eine bewegende Blanche, hingebungsvoll singend und schonungslos spielend. Als Meer Marie überzeugt Eva Maria Günschmann mit ihrem üppig blühenden, höhenstarken Mezzo, bei Janet Bartolova (Madame Lidoine) dominiert die Bühnenautorität. (…) Alle Akteure bilden ein, dies sei nochmals nachdrücklich betont, ein Ensemble von immenser Ausdruckskraft. Das sollte sich herumsprechen und helfen, das Haus bei den kommenden Vorstellungen angemessen zu füllen. [Christoph Zimmermann, Der neue Merker, 27.1.2019]

    Von Ängsten durchschüttelt

    (…) Das vorzügliche Ensemble hat keinerlei Probleme, sich gegen die weit im Hintergrund postierten und von Mikhel Kütson sehr aufmerksam und sängerfreundlich geführten Niederrheinischen Sinfoniker durchzusetzen. Dennoch kann Kütson genügend Leuchtkraft und Substanz entwickeln, so dass die Qualität der schillernden Partitur zu ihrem Recht kommt. Der ebenso verdienstvollen wie zuverlässigen Sopranistin Sophie Witte als Blanche gelingt ein überzeugendes Psychogramm einer jungen Frau, die ihre Ängste am Ende überwindet. Grandios auch Kerstin Brix als alte, verbitterte Priorin Madame de Croissy. Eva Maria Günschmann bewegt sich als Novizenmeisterin Mère Marie auf gleichem Niveau. Ebenso Panagiota Sofroniadou als jugendlich optimistische Novizin Constanze. Auch die vielen kleineren Rollen sind adäquat besetzt. Langanhaltender Beifall für einen eindrucksvollen Beitrag des Theaters Krefeld Mönchengladbach. [Pedro Obiera, O-Ton, 28.3.2019]

Abo-Hotline
0800 / 08 01 808
Jetzt informieren!