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Eva Menasse liest aus “Dunkelblum”

Eva Menasse liest aus “Dunkelblum”


Spätsommer 1989- im österreichischen Städtchen Dunkelblum , unmittelbar an der ungarischen Grenze, taucht ein rätselhafter Besucher auf, eine junge Frau verschwindet, ein Skelett wird gefunden. Hinter einer behäbigen Fassade der Gemeinde verbirgt sich die Geschichte eines Verbrechens. Das Wissen um dieses Ereignis verbindet die älteren Dunkelblumer seit Jahrzehnten- genauso wie ihr Schweigen über Tat und Täter.
Während der Eiserne Vorhang erste Risse bekommt, wird es auch im grenznahen Dunkelblum unruhig. Studenten aus Wien legen den vergessenen jüdischen Friedhof frei, ein Tourist stellt unbequeme Fragen, Bauern rebellieren gegen den überforderten Bürgermeister. Diese Betriebsamkeit stört das alte Geheimnis der historischen Schuld auf, das sich zu erheben scheint wie ein Gespenst. “Dunkelblum” ist Anti-Heimatroman und Vergangenheitsbewältigungsthriller- finster und komisch zugleich.

Eva Menasse, geb. 1970 in Wien, Journalistin, debütierte 2005 mit ihrem Roman “Vienna”. Seither weitere Romane ( “Quasikristalle”, 2015) und Erzählungen, sowie zahlreiche Essays (“Lieber aufgeregt als abgeklärt”, 2017). Auszeichnungen u.a.: Heinrich-Böll Preis 2013, Österreichischer Buchpreis 2017 , Jonathan-Swift-Preis 2015. Für ihr essayistisches Werk erhielt sie den Ludwig Börne Preis 2019. Eva Menasse lebt und arbeitet in Berlin.

Quelle Foto: ZDF/ © Jana Kay

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