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Let´s Stop Brexit! - Keep Calm and Drink Tea

Let´s Stop Brexit! - Keep Calm and Drink Tea

Heiter-satirische Musikrevue von Ulrich Proschka mit Musik von Arthur Sullivan - Uraufführung
Musikalische Leitung Yorgos Ziavras, Inszenierung Ulrich Proschka, Bühne und Kostüme Christine Knoll, Dramaturgie Andreas Wendholz

Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist beschlossene Sache und soll am „Tag X“ vollzogen werden! Doch wie ließe sich der Brexit eventuell noch verhindern? Auch absurde Ideen sind hier erlaubt. Kommt der Widerstand gar aus den eigenen Reihen? Das ist zumindest ein mögliches Szenarium, das Regisseur Ulrich Proschka für eine Satire auf die aktuellen politischen Auseinandersetzungen entwickelt.

Natürlich auch musikalisch „very british“, steht der Abend ganz im Zeichen des britischen Duos Gilbert & Sullivan. Zusammen mit seinem Librettisten William Gilbert begründete der Komponist Arthur Sullivan Ende des 19. Jahrhunderts eine eigenständige englische Operettentradition, in der bis heute die Marke Gilbert & Sullivan als das Synonym für komische englische Oper steht. In ihren Werken parodieren die beiden auf intelligente Weise britische „Eigenarten“ und bieten eine Fülle an Vorlagen auch für die aktuelle Brexit-Diskussion.

Besetzung

In einzelnen Vorstellung kann die Besetzung varieren

  • Pressestimmen

    „Keep calm and drink tea“

    (…) Die neuen Verse passen auf die Musik und schmiegen sich liebevoll an. (…) Gutes Material in neuen Zusammenhängen weiterzuverwenden, hat in der Musikgeschichte Tradition. Auch der musikalische Leiter Yorgos Ziavras hat Spaß an der neu kombinierten Partitur. Ziavras und die elf Musiker stehen mit auf der Bühne, der Orchestergraben ist fast aufs gleiche Level wie die Zuschauer hochgefahren. Bei aller Satire hat das Stück eine positive Botschaft. „Wir sollten mit Mut in die Zukunft schauen,“ verkündet der Regisseur. (…) Es gibt nur ein Problem. „Let’s stop Brexit“ wird nicht nur bis Ende März gespielt. „Vielleicht müssen wir für den nächsten Herbst eine neue Fassung machen.“ Auf jeden Fall ist es ungewöhnlich, dass sich ein Opernhaus so ein aktuelles Stück traut. Musiktheater auf der Schwelle zum Kabarett, so wie Gilbert und Sullivan es im 19. Jahrhundert entwickelt haben. [Stefan Keim, Die Welt, 10.2.2019]

    Aktuell und mit britischem Humor

    Bei der ausverkauften Uraufführung im Theater Mönchengladbach gab es lang anhaltenden Applaus. Proschka hat sich nach britischem Humor-Vorbild, einer Mischung aus feiner Satire und drastischer Burleske, eine Geschichte um den Brexit, den es in letzter Minute doch noch zu verhindern gilt, ausgedacht.  (…) In dem Pub „The Hot Plot“ treffen die beiden Revoluzzer auf die Bedienung Ms. Cripps, die der Premierministerin Theresa May dank der Hilfe von Kosmetik, Friseur und Outfit zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Doppelrolle übernimmt mit Bravour und leicht britischem Akzent Debra Hays. (…) Gesanglich ist das Quartett nicht nur bestens bei Stimme, es interagiert zudem vortrefflich und kann trotz großer Spielfreude mit exaktem Timing punkten. [Bernd Schuknecht, Aachener Zeitung, 11.2.2019]

    Wie eine Pub-Kellnerin den Brexit verhindert

    Das Publikum sitzt im britischen Parlament und erlebt ein wahnwitzig-absurdes Stück über zwei Minister, die Englands Austritt aus der EU verhindern. Die Uraufführung im Theater wurde begeistert gefeiert.  (…) Debra Hays ist Theresa May. Sie ist aber auch Ms. Cripps. Im Wechsel zwischen den beiden Rollen – als britische Premierministerin und als Bedienung im schmierigen Londoner Pub „The Hot Plot“ – kann die großartige Sopranistin ihre unfassbare Wandlungsfähigkeit zeigen. (…) Zumal die Geschichte, die sich vor den Augen der Theaterbesucher abspielt, von der ersten bis zur letzten Minute absolut unterhaltsam, witzig und schräg ist. [Inge Schnettler, Rheinische Post, 12.2.2019]

     

    Brexit ist Mist!

    (…) Ein Glanzstück intelligenter, witziger Unterhaltung.  (….) Das Konzept für diesen Abend geht auf. Die von Proschka gedichteten Reime passen wunderbar zu den Operettenmelodien. Heinrich ist hervorragend als gewiefter, alter Fuchs im politischen Geschäft, Wippich ein herrlich unbeholfener Verliebter. Hays meistert die Doppelrolle – redegewandte, selbstbewusste Politikerin hier, proletarische Frau aus dem Volke, natürlich mit Tattoos dort – problemlos. Gabriela Kuhn glänzt als ihre leicht verhuschte Assistentin Mabel Stanley, die von dem ebenfalls recht schüchternen Plainbrooke zaghaft umworben wird. (…) Und stimmlich ist das Quartett hervorragend. Die zwei Stunden des Abends verfliegen rasch und man verlässt das Theater bester Laune. [Antje van Bürck, theater pur, 24.2.2019]