Vorheriges
Nächstes
Let´s Stop Brexit! - Keep Calm and Drink Tea

Let´s Stop Brexit! - Keep Calm and Drink Tea

Heiter-satirische Musikrevue von Ulrich Proschka mit Musik von Gilbert & Sullivan - Uraufführung - in deutscher Sprache
Musikalische Leitung Yorgos Ziavras, Inszenierung Ulrich Proschka, Bühne und Kostüme Christine Knoll, Dramaturgie Andreas Wendholz

Der anstehende Austritt Großbritanniens aus der EU beherrscht die Medien und überrascht jeden Tag mit neuen Meldungen. Die Entwicklungen sind unvorhersehbar, dennoch hat das Musiktheater in diesem Frühjahr gewagt, den Brexit als Thema für eine Neuproduktion zu wählen. Damals war Theresa May als Premierministerin noch die zentrale Figur der englischen Politik.  Autor Ulrich Proschka hat entsprechend eine Handlung erfunden, die um eine mögliche Verhinderung des Brexits kreist: politische Gegner entführen Theresa May und ersetzen sie durch ein Double. Politische Intringen, eine Liebesromanze und das kokette Spiel mit englischen Stereotypen sorgen dabei für kurzweilige Unterhaltung und  beflügeln  Gedankenspiele, wie man vielleicht auch mit dem amtierenden Premierminister verfahren könnte…

Ulrich Proschka greift bei seiner heiter-satirische Musikrevue auf „urbritische Musik“ zurück, nämlich auf Kompositionen Arthur Sullivans (1842 -1900), die in Zusammenarbeit mit dem Librettisten William Gilbert entstanden. Als Duo Gilbert & Sullivan dominierten sie Ende des 19. Jahrhunderts das musikalische Unterhaltungstheater auf der britischen Insel. Ihre satirischen Bühnenwerke thematisieren auf besondere Weise englische Themen und „Eigenarten“ und zeichnen sich durch pointierte, anspielungsreiche Texte und spritzige, mitreißende Melodien aus.

Besetzung

In einzelnen Vorstellung kann die Besetzung varieren

  • Pressestimmen

    „Keep calm and drink tea“

    (…) Die neuen Verse passen auf die Musik und schmiegen sich liebevoll an. (…) Gutes Material in neuen Zusammenhängen weiterzuverwenden, hat in der Musikgeschichte Tradition. Auch der musikalische Leiter Yorgos Ziavras hat Spaß an der neu kombinierten Partitur. Ziavras und die elf Musiker stehen mit auf der Bühne, der Orchestergraben ist fast aufs gleiche Level wie die Zuschauer hochgefahren. Bei aller Satire hat das Stück eine positive Botschaft. „Wir sollten mit Mut in die Zukunft schauen,“ verkündet der Regisseur. (…) Es gibt nur ein Problem. „Let’s stop Brexit“ wird nicht nur bis Ende März gespielt. „Vielleicht müssen wir für den nächsten Herbst eine neue Fassung machen.“ Auf jeden Fall ist es ungewöhnlich, dass sich ein Opernhaus so ein aktuelles Stück traut. Musiktheater auf der Schwelle zum Kabarett, so wie Gilbert und Sullivan es im 19. Jahrhundert entwickelt haben. [Stefan Keim, Die Welt, 10.2.2019]

    Aktuell und mit britischem Humor

    Bei der ausverkauften Uraufführung im Theater Mönchengladbach gab es lang anhaltenden Applaus. Proschka hat sich nach britischem Humor-Vorbild, einer Mischung aus feiner Satire und drastischer Burleske, eine Geschichte um den Brexit, den es in letzter Minute doch noch zu verhindern gilt, ausgedacht. (…) In dem Pub „The Hot Plot“ treffen die beiden Revoluzzer auf die Bedienung Ms. Cripps, die der Premierministerin Theresa May dank der Hilfe von Kosmetik, Friseur und Outfit zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Doppelrolle übernimmt mit Bravour und leicht britischem Akzent Debra Hays. (…) Gesanglich ist das Quartett nicht nur bestens bei Stimme, es interagiert zudem vortrefflich und kann trotz großer Spielfreude mit exaktem Timing punkten. [Bernd Schuknecht, Aachener Zeitung, 11.2.2019]

    Wie eine Pub-Kellnerin den Brexit verhindert

    Das Publikum sitzt im britischen Parlament und erlebt ein wahnwitzig-absurdes Stück über zwei Minister, die Englands Austritt aus der EU verhindern. Die Uraufführung im Theater wurde begeistert gefeiert. (…) Debra Hays ist Theresa May. Sie ist aber auch Ms. Cripps. Im Wechsel zwischen den beiden Rollen – als britische Premierministerin und als Bedienung im schmierigen Londoner Pub „The Hot Plot“ – kann die großartige Sopranistin ihre unfassbare Wandlungsfähigkeit zeigen. (…) Zumal die Geschichte, die sich vor den Augen der Theaterbesucher abspielt, von der ersten bis zur letzten Minute absolut unterhaltsam, witzig und schräg ist. [Inge Schnettler, Rheinische Post, 12.2.2019]

    Brexit ist Mist!

    (…) Ein Glanzstück intelligenter, witziger Unterhaltung. (….) Das Konzept für diesen Abend geht auf. Die von Proschka gedichteten Reime passen wunderbar zu den Operettenmelodien. Heinrich ist hervorragend als gewiefter, alter Fuchs im politischen Geschäft, Wippich ein herrlich unbeholfener Verliebter. Hays meistert die Doppelrolle – redegewandte, selbstbewusste Politikerin hier, proletarische Frau aus dem Volke, natürlich mit Tattoos dort – problemlos. Gabriela Kuhn glänzt als ihre leicht verhuschte Assistentin Mabel Stanley, die von dem ebenfalls recht schüchternen Plainbrooke zaghaft umworben wird. (…) Und stimmlich ist das Quartett hervorragend. Die zwei Stunden des Abends verfliegen rasch und man verlässt das Theater bester Laune. [Antje van Bürck, theater pur, 24.2.2019]