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NippleJesus

NippleJesus

von Nick Hornby, Deutsch von Clara Drechsler und Harald Hellmann
Inszenierung, Bühnenkonzept Maja Delinić,

Dave war Rausschmeißer. Jetzt hat er einen sehr viel anspruchsvolleren Job: Er gehört zum Aufsichtspersonal eines Kunstmuseums. Seine verantwortungsschwere Aufgabe: Er bewacht ein Kunstwerk mit dem Titel NippleJesus.

Von weitem sieht man eine Darstellung des gekreuzigten Heilands. Geht der Betrachter näher heran, zeigt sich ihm eine Vielzahl von Bildern, ausgeschnitten aus einschlägigen Magazinen. Blasphemie? Pornographie? Sexismus? Oder moderne Kunst? Das Kunstwerk heizt eine hysterische Debatte in der Stadt an und versetzt die Öffentlichkeit in Aufruhr. Und Dave, der mit Kunst bisher wenig am Hut hatte, und auch nicht der idealistischste aller Berufstätigen ist, bezieht Stellung.

Das Monodrama von Bestsellerautor Nick Hornby (u.a. High Fidelity und About a Boy) setzt sich hochkomisch und hintersinnig mit der Frage auseinander: Was ist Kunst? Und wer diagnostiziert sie?

Erlöse aus der Theateraufführung gehen an den , London, einer Stiftung zur Förderung autistischer Kinder, deren Mitbegründer Nick Hornby ist.

Besetzung

In einzelnen Vorstellung kann die Besetzung varieren

  • Pressestimmen

    Von der Kunst, die Kunst zu verstehen

    „Das Stück ist witzig, das Stück ist hintersinnig. Fragt es doch danach, was um Himmels willen eigentlich Kunst ist – und wer das bestimmt. Und Paul Steinbach ist wahnsinnig authentisch in der Rolle des ungebildeten Dave, der zufällig in die Welt der Kunst gerät. Er nimmt seinen Job ernst, ist durchaus bereit, sich mit der ihn umgebenden Kunst auseinander zu setzen. Er ist in der Lage, seine Meinung zu revidieren. Und er ist zutiefst menschlich und aufrichtig – auf seine etwas unbeholfene, aber doch so liebenswürdige Art. Ein Mann, der nichts richtig Vernünftiges gelernt hat, dessen Gabe allein seine Körpergröße ist, gerät in eine Welt, in der – nach seiner Erkenntnis – letztlich alle verrückt sind. Außer er selbst vielleicht. Großartig, Paul Steinbach!“

    [RHEINISCHE POST, 8. Mai 2018]