Salome

Salome

Musikdrama in einem Aufzug von Richard Strauss
Musikalische Leitung Mihkel Kütson, Inszenierung Anthony Pilavachi, Bühne und Kostüme Markus Meyer, Dramaturgie Ulrike Aistleitner

Auf der Grundlage von Oscar Wildes aufsehenerregender Tragödie komponierte Richard Strauss 1905 ein Musikdrama voll entfesselter Leidenschaft, dessen weltweiten Sensationserfolg auch die Aufführungsverbote prüder Zensoren nicht verhindern konnten.

Den skandalträchtigen Stoff, der ursprünglich auf einer Geschichte aus dem Neuen Testament basiert, hat Strauss zu einem musikalischen Porträt des Unbewussten geformt, das den Widerstreit zwischen Sinnlichkeit und Askese des Fin de Siècle thematisiert.

Prinzessin Salome lebt am dekadenten Hof ihrer Mutter Herodias und ihres Stiefvaters Herodes. Sie projiziert ihr sinnliches Verlangen auf den Propheten Jochanaan, der von Herodes gefangen gehalten wird. Als es ihr nicht gelingt, das Herz des Propheten zu erobern, beschließt sie, seine Verweigerung zu bestrafen. Wenn sie schon nicht seine Liebe erringen kann, so will sie „zumindest” sein Haupt…