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Wie es Euch gefällt

Wie es Euch gefällt

Eigenproduktion des Jugendclubs Krefeld nach William Shakespeare

////////Die ganze Welt ist Bühne, und alle Frauen und Männer bloße Spieler.
Sie treten auf und gehen wieder ab.
(William Shakespeare)

////////Wer bin ich? Und was will ich? Und, vor allem wen? Im Ardenner Wald kreist eine schräge Truppe Sinnsucher und Liebeswütiger, Aussteiger und Verbannter um diese Fragen und um sich selbst. Sie treffen sich, trennen sich, verlieben sich und versuchen, ihre wahren Gefühle zu maskieren. Die Sehnsucht, die Liebe zu finden, oder zumindest sich selbst, ist verbunden mit der Angst, sich zu verlieren.
////////Wie immer bei Shakespeares Komödien liegen Lebenslust und Melancholie , Traum und Alptraum auch in Wie es euch gefällt nah beieinander.

Mit: Johanna Angona, Pia Berger, Florian Frenster, Laura Giesel, Arne Hommes, Leander Kulms, Marta Otten , Janina Puschmann, Leonie Puschmann, Nele Rembold, Erika Schelenberg, Isabel Schüten, Patrick Wanders, Koray Yardas,

Besetzung

In einzelnen Vorstellung kann die Besetzung varieren

  • Pressestimmen

    Schwelgen in Shakespeare mit dem Heute im Blick

    Der Jugendclub zeigt „Wie es euch gefällt“ in der Heeder. Ein Erfolg mit tollen Schauspielern, Musikern, historischen Kostümen und mobilem Bühnenbild.

    […] Ein Wald wird zum Ziel und Tummelplatz aller, die auf der Suche nach sich selbst, nach Liebe und Anerkennung sind. Es geht bewegt her und da passen die mobilen Kulissen bestens: Bäume, die wie überdimensionale Laubsägearbeiten scheinen und hölzerne Schafe ebenso auf Rollen.

    Manche Szene und Stimmung wird von einigen Ensemblemitgliedern mit ihrem Instrumentenspiel unterstützt, musikalische Anleihen, jedoch mit eigenen Texten versehen, nimmt man aus der zeitgenössischen U-Musik.

    Respektable wie überzeugende schauspielerische Leistungen bietet der Jugendclub. Die Rollen verlangen nicht nur die gängige Alltagssprache, mit der man natürlich kein Problem hat, sondern auch viele Beiträge, die gedanklich und sprachlich näher an Shakespeares Zeit sind.

    Auch sich mit einer Selbstverständlichkeit in historischen Kostümen, in Kleidern mit langen weiten Röcken zu bewegen und sogar noch zu tanzen, stellt niemanden vor ein Problem.
    Fast schon akrobatisch tänzerisch sind da die beiden Touchstones mit ihren Heerpauken-Hosen unterwegs. […]

    Natürlich gibt es im Spiel ein Happy End, bei dem sich die Paare finden, die Familienstreitigkeiten beigelegt werden und alle glücklich scheinen. Unübersehbar ist dies an den angesteckten kleinen roten Plastikherzen, die nun nacheinander blinken.

    Die große Schlussszene fordert von allen ein bewegungsreiches Tanzen in ihren Kostümen […]. Im abschließenden Monolog gibt Rosalind Ratschläge für den Umgang der Geschlechter miteinander: „Wär ich eine Frau, ich würde alle küssen, wär ich ein Mann, ich würd laufen so schnell ich kann. Und wär ich beide, so ging ich aus der Welt. Lebt wohl und wie es euch gefällt!“.

    Es folgt ein begeisterter und trampelnder Applaus für die tolle Leistung des Jugendclubs.

    [WESTDEUTSCHE ZEITUNG, 07.07.2019]