Wilhelm Tell

Wilhelm Tell

Von Friedrich Schiller
Inszenierung Matthias Gehrt, Bühne Gabriele Trinczek, Kostüme Kirsten Dephoff, Dramaturgie Thomas Blockhaus

„Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern / In keiner Not uns trennen und Gefahr.“

Schillers Schauspiel über eine gelungene, weil fast unblutige Revolution, nimmt den Stoff des Schweizer Nationalmythos und den Rütlischwur aus dem 14. Jahrhundert auf. Wilhelm Tell, ein unpolitischer Eigenbrötler, tötet den tyrannischen Landvogt Gessler, nachdem er kurz zuvor von ihm zum Apfelschuss genötigt wurde. Umgehend wird Tell in den Freiheitskampf der Schweizer Eidgenossen gegen die Habsburger hereingezogen und von ihnen für ihre zugleich revolutionäre und konservative Freiheitsbewegung vereinnahmt. Doch wie verhält sich Tell dazu? Ist sein von allen gefeierter Mord wirklich gerechtfertigt? Ist er tatsächlich ein Held? Und was versteht das Schweizer Volk unter Freiheit?

Schillers Wilhelm Tell ist ein Stück über politischen Widerstand, über Zivilcourage und über die Verteidigung von freiheitlichen Werten mit friedlichen Mitteln.