Das Programm der Spielzeit 2026/27 ist da!
Wenige Wochen vor dem Ende der aktuellen Spielzeit hat Generalintendant Michael Grosse gemeinsam mit den Leiterinnen und Leitern der Sparten Schauspiel, Musiktheater, Ballett, Konzert und Theaterpädagogik den neuen Spielplan für die Saison 2026/27 vorgestellt.
In Krefeld ist es die letzte Spielzeit im alten Haus am Theaterplatz, bevor es ab Sommer 2027 umfangreich saniert wird und der Spielbetrieb dann ab 2027/28 in das Theaterzelt auf dem Freibadgelände in Krefeld-Bockum verlegt wird. In dieser Interimsspielstätte wird das Krefelder Theater für voraussichtlich drei Jahre beheimatet sein. Die kommende Spielzeit nutzen Michael Grosse und sein Team deshalb noch einmal, um mit den Krefelder Neuinszenierungen aus dem Vollen zu schöpfen.
Die Spielzeiteröffnung steht in beiden Theatern ganz im Zeichen William Shakespeares: In Mönchengladbach erwartet das Publikum zum Saisonstart am 19. September dessen Schauspiel „Hamlet“, inszeniert von Schauspieldirektor Christoph Roos. In Krefeld gestaltet das Musiktheater am 27. September mit Giuseppe Verdis Oper „Otello“ in der Regie von Roman Hovenbitzer den Auftakt.
Operndirektor Andreas Wendholz kündigt insgesamt zwölf Titel für seine Sparte an; darunter ist auch der Musical-Erfolg „Titanic“ (Regie: Ansgar Weigner), der in Mönchengladbach bereits für restlos ausverkaufte Vorstellungen und einige Zusatztermine gesorgt hat. Ab dem 30. Oktober darf sich das Krefelder Publikum auf diese außergewöhnliche Produktion freuen. Aber auch bekannte Operntitel wie Puccinis „La Bohème“ (ab 14. November in Mönchengladbach) und Bedřich Smetanas „Die verkaufte Braut“ (ab 17. April in Krefeld) dürfen nicht fehlen.
Für Operneinsteiger gibt es ab Januar in Krefeld Ruggero Leoncavallos packenden und kurzweiligen Opernkrimi „Der Bajazzo“ mit einem flankierenden Rahmenprogramm. Mit seiner Inszenierung von Benjamin Brittens „Das Geheimnis von Bly (The Turn of the Screw)“ kehrt Regisseur und Ausstatter Hinrich Horstkotte an das Gemeinschaftstheater zurück: Die Kammeroper feiert am 20. Februar in Mönchengladbach Premiere.
Im Ballett startet Manuel Gross in seine zweite Spielzeit als Ballettdirektor und setzt mit fünf Titeln wieder auf eine Mischung aus den beliebten Handlungsballetten von Robert North, Choreografien von renommierten Gastchoreografen und Newcomern: In Krefeld kommt KRMG.tanz 4 „Getanzte Bilder“ am 17. Oktober auf die Bühne, ein Ballettabend, mit dem Robert North und Komponist Christopher Benstead die Bildwelt des deutschen Expressionismus und die geometrischen Musterbilder der englischen Malerin Bridget Riley eindrucksvoll in Tanz und Musik umsetzen.
Mit KRMG.tanz 5 „Der Sandmann / shift.er.s“ feiern am 27. September in Mönchengladbach zwei spannende Choreografien von Boris Randzio und Hugo Viera Premiere: Boris Randzio setzt sich tänzerisch E.T.A. Hoffmanns berühmter Erzählung auseinander und richtet den Fokus auf das Schicksal Nathanaels. In seiner assoziativen Choreografie „shift.er.s“ spürt Hugo Viera der transformativen Kraft der Bewegung nach, welche die Metamorphose des Menschen bewirkt.
Weitere Ballettabende wie „Casanova“ von Robert North oder „Dactu / Hamano / Jewitt / Viera“, für den vier Choreografinnen und Choreografen je eine Choreografie erarbeiten, die sich auf skurrile bis humoristische Weise dem Thema Krimi zuwendet, versprechen auch 2026/27 wieder einen abwechslungsreichen Spielplan in der Sparte Ballett. Für KRMG.tanz 6 werden zwei Choreografinnen der jüngeren Generation je eine Uraufführung im Studioformat kreieren: Virginia Segarra Vidal und Xenia Wiest.
Schauspieldirektor Christoph Roos hat es sich erneut zur Aufgabe gemacht, in seiner Sparte gesellschaftlich relevante Themen zu behandeln – es sei angesichts der Weltlage zunehmend schwieriger, Politisches aufzugreifen und dabei Unterhaltung, Mut und Zuversicht zu vermitteln. Dazu passe eine Eröffnung mit einem modernen und heutigen Stoff wie „Hamlet“ sehr gut. Parallel dazu kommt im Glasfoyer das Studiostück „Prima Facie“ von Suzie Miller heraus (Regie Anne Spaeter, mit Carolin Schupa als Strafverteidigerin Tessa Ensler).
„Die Übernahme“, eine Stückentwicklung von Clemens Bechtel zum Rechtsruck, feiert nach einer erfolgreichen Vorstellungsreihe in Mönchengladbach am 22. November nun auch in Krefeld Premiere. Unter den insgesamt fünfzehn Titeln im Schauspiel sorgen u.a. Thornton Wilders surreale Menschheitskomödie „Wir sind noch einmal davongekommen“, „Cyrano de Bergerac“ in einer modernen Fassung von Martin Crimp, das Kult-Musical „Der kleine Horrorladen“ oder „Sturmhöhe“ von Emily Brontë für ein breites Spektrum an Unterhaltung und Möglichkeiten zur kritischen Auseinandersetzung mit Themen.
GMD Mihkel Kütson präsentiert den neuen Konzertspielplan der Niederrheinischen Sinfoniker Anfang Mai.
Der Vorverkauf für 2026/27 startet am 2. Mai. Das gedruckte Spielzeitheft liegt ab sofort im Theater Krefeld und Mönchengladbach aus. Hier kann man das komplette Programm einsehen und auch das Spielzeitheft herunterladen. Das neue Spielzeitheft der Niederrheinischen Sinfoniker mit allen Konzerten und Veranstaltungen für 2026/27 ist ab Mai erhältlich.