Maren Schäfer

Musiktheater

Biografie

Maren Schäfer studierte Operngesang in Darmstadt, Berlin und Düsseldorf. Sie erarbeitete große Partien, beteiligte sich aber auch als Regieassistentin aktiv an der szenischen Entwicklung der Stücke. So folgte bereits 2016 eine erste Regiemitarbeit in dem Musiktheater-Projekt Fragmente von Sabine Hartmannshenn. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Masterstudiums arbeitete Maren Schäfer sowohl als Sängerin (u.a. Komische Oper Berlin, Deutsche Oper am Rhein, Theater Krefeld und Mönchengladbach, Staatstheater Meiningen) als auch als freischaffende Regieassistentin, bevor sie in der Spielzeit 2018/2019 als feste Regieassistentin und Spielleiterin am Nationaltheater Mannheim engagiert wurde. Besonderen Einfluss hatten dabei die Zusammenarbeit mit Calixto Bieito und Anna Viebrock, aber auch die Arbeit mit Regisseuren wie Roger Vontobel, Jan Dvorak/Philipp Stölzl und Markus Bothe. Seit 2022 verbindet sie zudem eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit der Regisseurin Barbora Horáková. Mit der White Wall Oper-Produktion von Rossinis Der Barbier von Sevilla präsentierte sie im November 2020 ihre erste eigene Regiearbeit. Es folgten 2022 die szenische Umsetzung des Familienkonzerts Max und Moritz in Zusammenarbeit mit dem Illustrator Ernesto Lucas, die Co-Regie in der Produktion Der fliegende Holländer (Regie: Roger Vontobel) und die Stückentwicklung für Familien Don Quijote und Sancho Panza am Nationaltheater Mannheim. 2023/24 widmete sie sich mit mehreren Projekten ihrer Leidenschaft für innovative Formen des Musiktheaters. In „Nachspiel – Tote Frauen lügen nicht“ beschäftigen sich Maren Schäfer mit ihren Mitstreiterinnen mit dem Thema der geschlechterspezifischen Gewalt und des Femizids in Repertoirekanon und Popkultur. Mit den „Opern Shots“ – einer Uraufführungsreihe von musiktheatralen Interventionen für eine Sängerin im Mannheimer Nachtleben – verlässt das Nationaltheater Mannheim regelmäßig das Opernhaus, um Barbesucherinnen und Barbesucher unverhofft zum Opernpublikum zu machen. In der Spielzeit 2024/2025 gab sie ihr Hausdebüt am Theater Bonn mit der Inszenierung von L´elisir d´amore und am Theater Aachen mit Der gestiefelte Kater. Im Oktober 2025 inszenierte sie die Uraufführung Viel zu Feel von Patrick Schäfer und Aileen Schneider an der Jungen Oper des Landestheater Detmold. Neben ihrer eigenen künstlerischen Arbeit engagiert sich Maren Schäfer auch für bessere Bedingungen und künstlerische Netzwerke am Theater. So ist Teil des künstlerischen Leitungsteams des SUMMER UP FESTIVAL für Assistierende & NachwuchskünstlerInnen, arbeitet seit 2023 im Freischaffendenrat der GDBA und ist Vorstandsmitglied im Verein Pro Quote Bühne e.V.