Dingens ist kein Held, manchmal würde er sich lieber einfach verkrümeln. Seit Jahr und Tag lebt er, wenig beachtet, mit im Haus seines Verwandten Teigalech und dessen Frau Klamanope. Nur mit deren Tochter Fogra verband ihn mehr; aber mittlerweile ist Fogra Doktorandin der Physik und geht ihre eigenen Wege. Als Dingens ganz nebenbei von Teigalech und Klamanope erfährt, dass Fogra in 14 Tagen heiraten werde, verletzt ihn das zutiefst. Ein kindischer Streich von Dingens provoziert den Hausherrn Teigalech zu einer Reihe von demütigenden Spielen. Schließlich bricht es aus Dingens heraus: In 14 Tagen, genau eine Stunde nach der Hochzeit von Fogra, werde er sich vom Dach des Hauses stürzen. Der Reihe nach lädt er Freunde und Bekannte dazu ein, als wäre es ein Fest. Wird ihn jemand zurückhalten?
Eine überraschungsreiche, dunkle Komödie ist Hanoch Levins frühes Meisterwerk Dingens, eine bitter-komische Familiengroteske. Hanoch Levin, der herausragende israelische Dramatiker des 20. Jahrhunderts, begann Ende der 60er Jahre zu schreiben, mit beißenden politischen Satiren. In Dingens (1972) schreibt er über Familie und Freundschaft – und zeigt, wie politisch das Private ist. In einer Welt von auftrumpfenden Ich-Sagern gehen Solidarität und Liebe ein wie Primeln.
In diesem Stück werden seelische Krisen und Suizidalität thematisiert. Wenn Sie sich selbst in einer schwierigen Situation befinden oder sich Sorgen um jemanden machen, finden Sie hier kostenfrei und anonym Hilfe.
Für Erwachsene: TelefonSeelsorge, 0800 111 0 111 bzw. 116 123, www. telefonseelsorge.de
Für junge Menschen bis 25 Jahre: [U25] Mailberatung, www.u25-deutschland.de
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