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Schauspiel, Kinder & Jugend

Schichtwechsel

Völlig frei nach Die Weber von Gerhart Hauptmann Leitung

Dauer 75 Minuten ohne Pause

Derzeit keine aktuellen Vorstellungstermine.

In seinem Sozialdrama thematisiert Gerhart Hauptmann den Weber-aufstand von 1844 in Schlesien. Ihm waren Berichte bekannt, die von den menschenunwürdigen Verhältnissen der Leinenweber erzählten und wie die Weber von ihrem Kampf für eine Verbesserung ihrer prekären Situation kämpften. In Krefeld kam es schon 1828 zu einem Weberaufstand, den Karl Marx als den „ersten Arbeiteraufstand der deutschen Geschichte“ bezeichnete.

Und heute? Die Not ist so groß, wie schon lange nicht mehr. Viele Menschen leben in Armut, ohne festen Wohnsitz, sind vor Kriegen geflohen oder fühlen sich vom kapitalistischen System ausgebeutet. Sind die Arbeitsbedingungen von heute eigentlich menschlich? Ist der Lohn realistisch und an die aktuellen Lebensbedingungen angepasst?

Die Inflation steigt, die Löhne stagnieren, Fachkräftemangel herrscht überall, wo man hinsieht. Vorgesetzte, wenngleich in derselben Lage, ignorieren sehr oft die Nöte der Angestellten. Wut und Verzweiflung wachsen.

Die Spielerinnen und Spieler der Bürger*innenBühne haben sich für ihr Projekt Schichtwechsel mit diesen Fragen auseinandergesetzt und Die Weber von Hauptmann mit viel Humor und Enthusiasmus in die Jetztzeit übertragen. Was ist heute noch wie vor 200 Jahren? Was ist anders? Wie steht es heute um die „Klasse” der Lohnarbeiterinnen?

Klaus M. Schmidt, WZ Krefeld, 24.09.2023

„Schichtwechsel“: Soziale Nöte – ganz authentisch

“Der große Webrahmen im Bühnenhintergrund beeindruckt, ansonsten aber sieht man dieser Premiere des Theaters Krefeld Mönchengladbach an, dass hier mit kleinem Budget gearbeitet werden musste. Kostüme, Requisiten, das Bodentuch und so fort waren wahrscheinlich alle schon mal im Einsatz. Unverbraucht und frisch aber sind die Energie der Darsteller und auch der gemeinsam erarbeitete Text. Und dann ist „Schichtwechsel“, die erste Produktion der Bürgerbühne, auch noch politisch, alltagsnah – und unterhaltsam. (…) Die Figuren liegen manchmal zu nah am Klischee, geschenkt. Die Laiendarstellerinnen, von denen drei sogar Hosenrollen bewältigen, und ihre zwei männlichen Kollegen wurden von ihrer Regisseurin Gambusch sicher geführt, agieren ungekünstelt und authentisch. Am Ende zurecht viel Applaus.”

Isabel Mankas-Fuest, RP Krefeld, 24.9.2023

Gerhard Hauptmann ins Heute übersetzt

Die harte soziale Realität, wie sie erstmals Gerhard Hauptmann auf die Bühne brachte, ist das Thema der Premiere für die BürgerInnenbühne. Laienschauspieler legen eine erstaunliche Leistung hin. (…) Und wie steht es heute um die „Klasse” der „Lohnarbeiterinnen?“, fragen sich die Spielenden der BürgerInnenbühne. Mit genauer Beobachtungsgabe und viel Sinn für Humor sind die Figuren allesamt aus der Jetztzeit. An allen Ecken und Enden scheint es zu brodeln und bröckeln. (…) Der Appell ist nicht zu überhören und macht das Publikum betroffen. Unter der Leitung von Maren Gambusch ist ein spannendes und sehr bewegendes Stück entstanden, das bei aller Dramatik, Spaß auf Theaterspielen macht. Der Applaus ist groß und voller Anerkennung für die Leistung der Spielenden und Mitwirkenden, vor und hinter der Bühne.”

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