Schauspiel

Neuland Ostwall

Eine Zeitreise zum Glaspavillon // Von Nicolas Schwarzbürger // Nach einer Idee von Cornelius Gebert // Uraufführung Leitung Besetzung

ca. 90 Minuten, keine Pause

Vorstellungen

Derzeit keine aktuellen Vorstellungstermine.

Wir betreten Neuland im Glaspavillon auf dem Ostwall. Auf unseren Ohren Geschichten vom Ankommen und Weggehen. Wir bewegen uns durch Raum und Zeit, blicken durch Glas in andere Welten und sind doch vor Ort …

Wir haben die Menschen auf dem Ostwall gefragt: Mit welcher Sehnsucht kamt Ihr nach Krefeld? Wie wurde der Ostwall zu Eurem Zuhause?
Und plötzlich legt sich ein Schleier auf unsere Gedanken und wir schauen weit zurück in das Jahr 1683, in dem Menschen sehnsüchtig aufbrachen, um Neuland zu begehen. (Wussten Sie, dass Auswanderer, die nach Europa zurückkehrten und für die Ausreise warben, damals als „Neuländer“ bezeichnet wurden? Wir nicht.) Von dort schweifen wir in das Jahr 1983, in dem Menschen in Krefeld für den Frieden und gegen die Aufrüstung protestierten. Und vielleicht wagen wir auch den Blick in die Zukunft, ins Jahr 2283 …

Gibt es Verbindungslinien zwischen den Zeiten, den Menschen und den Sehnsüchten? Der Glaspavillon auf dem Ostwall wird zum Neuland des Theaters. Wir beleben den Glaspavillon mit einer audio-theatralen Zeitreise und machen für Sie Theater mitten in der Stadt.

BITTE BEACHTEN SIE: Treffpunkt ist die Theaterkasse Krefeld. Dort werden Sie mit Kopfhörern ausgestattet. Wir bewegen uns dann gemeinsam vom Theaterplatz in Richtung Ostwall. Am Glaspavillon auf dem Ostwall nehmen wir dann Platz.

Der Weg vom Theater zur externen Spielstätte, dem Glaspavillon auf dem Ostwall, und die Nutzung des Audio-Guides, insbesondere im Straßenverkehr, erfolgen auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko.

Bitte statten Sie sich zudem bei Bedarf mit regenfester Kleidung aus. Es wird am Glaspavillon keine Überdachung geben.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Krefeld und der Gesellschaft der Freunde des Krefelder Theaters e.V.

Von Tina Schlegel,12.06.2026, RP Krefeld

„Neuland Ostwall“ – eine kluge Dystopie

“Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte des Unterwegsseins. Von Beginn an ist der Verlust von Heimat und die Suche nach einer neuen Heimat dem menschlichen Dasein wie ein roter Faden an die Seite gelegt. (…) Bei einer Geschichte über das Unterwegssein von Menschen bietet es sich geradezu an, diese Bewegung zum Teil der Inszenierung zu machen, und so hat Bruno Winzen einen Teil des Stückes als Spaziergang vom Theaterplatz zum Glaspavillon auf dem Ostwall inszeniert. Dabei kommen die Menschen zu Wort, die am Ostwall ihren neuen Lebensmittelpunkt gefunden haben. (…) Simon Schofeld spielt den Suchenden, der durch die Zeit reist, ausgehend von den Ereignissen rund um diesen 25. Juni 1983.

Schwarzbürger und Zupanc spielen mal Aktivisten, dann ein Quäkerehepaar und irgendwann Minnie und Micky, die tragisch-clownesken Abziehbilder eines American Dream, der längst nicht mehr hält, was er einst versprach. Das intensive Spiel der beiden, obwohl ein großer Teil als szenische Lesung stattfand, zog unmittelbar in die Geschichte und ließ ein faszinierendes Kopfkino entstehen, das durch die Kopfhörer noch verstärkt wurde.”