Füchse sind sehr schlau und heimtückisch. Und sie sind extrem gefährlich für Mensch und Tier. Weil man nur selten einen zu sehen bekommt, wurden Spezialisten wie William Bloor ausgebildet, um diese Todfeinde der Gesellschaft aufzustöbern. Als sich der junge Foxfinder auf dem kleinen, seit kurzem in eine Krise geratenen Bauernhof von Samuel und Judith einquartiert hat, verfolgt er jeden noch so kleinen Hinweis auf die Existenz von Füchsen. Füchse können, davon ist er fest überzeugt, Bauernhöfe kontaminieren und das Wetter beeinflussen, und damit die Ernte ruinieren, auf die die Bevölkerung des Landes angewiesen ist. Außerdem können Füchse den Verstand der Menschen manipulieren und unschuldige Kinder töten. Dass seit Jahren in der Gegend niemand einen Fuchs gesehen hat, ist für ihn nur ein weiterer Beleg für die Anwesenheit dieses hinterhältigen Wesens. Samuel und Judith, noch in Trauer über den plötzlichen Tod ihres kleinen Sohnes, müssen damit umgehen, dass ihre Zukunft in den Händen eines Besessenen liegt.
Dawn King, 1978 in England geboren, verortet ihre dystopische Parabel über Fundamentalismus in einer archaisch-dunkel anmutenden Welt. Der Einbruch des Fremden ins alltägliche Landleben eines totalitär regierten Englands trägt in ihrem Vierpersonenstück mitunter groteske Züge
Foxfinder gewann u.a. 2013 beim National Theatre Award; dort hieß es in der Begründung: „Das atmosphärische Ensemble-Stück zeigt vier starke, eigenständige Charaktere in großen emotionalen Spannungen. Ein kraftvoller, vollendeter Text, Musik auf jeder einzelnen Seite.“