Eine fahrende Theatertruppe kommt in eine italienische Kleinstadt. Der Theaterleiter Canio soll in der Rolle des Bajazzo das Publikum zum Lachen bringen, während er im wahren Leben von Eifersucht und Verrat gequält wird. Als er von der Untreue seiner Frau Nedda erfährt, steuert das Geschehen unaufhaltsam auf eine Katastrophe zu. Ein tödliches Spiel, bei dem nicht mehr zwischen Theater und Realität unterschieden werden kann, nimmt seinen Lauf.
Der Bajazzo ist ein mitreißendes Psychogramm menschlicher Leidenschaften und zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Bühne und Realität sein kann. Leoncavallos kurzes Operndrama im Stil des Verismo, das 1892 in Mailand uraufgeführt wurde, überzeugt durch emotionale Direktheit und beklemmend zeitlose Aktualität.
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Angeber-Wissen für die Pause
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Kurze Inhaltsangabe für sehr Nervöse!
Zitat aus „Der einzig wahre Opernführer“ (W. Körner): Typische Schauspielerehe scheitert an (begründeter) Eifersucht. -
Kurz & knackig
Da „Pagliacci” mit ca. 80 Minuten eine vergleichsweise kurze Oper ist, wird sie für gewöhnlich mit anderen Kurzopern wie „Cavalleria rusticana” von Pietro Mascagni in einem Doppelabend kombiniert. Am Gemeinschaftstheater wird „Der Bajazzo” bewusst in der Kurzversion angeboten, um auch „Oper-Neulingen” einen Einstieg in den Opern-Kosmos zu ermöglichen. -
„Der Tatort” unter den Opern
Der französische Regisseur Francois de Carpentries (Sunset Boulevard, Die verkaufte Braut) erzählt die Geschichte um die Ermordung von Nedda und ihrem Geliebten durch Canio im Gerichtssaal. Die Bewohner des italienischen Dorfes werden zu (Augen)Zeugen der Tat, die vor ihnen als Publikum rekonstruiert wird: Ein echter Krimi. -
Die größten Hits
Zu den bekanntesten Arien aus Leoncavallos Oper „Der Bajazzo“ (Pagliacci) zählt unbedingt „Vesti la giubba“, Canios Arie zum Ende des ersten Akts und eine der größten Tenorarien aller Zeiten. Canio besingt seinen Schmerz, trotz Untreue seiner Frau weiter als Bajazzo lachen zu müssen: „Lache, Bajazzo!”. Aber auch Neddas Vogellied „Stridono lassù” gehört zu den bekannten „Hits” der Oper. -
Plagiat oder Hommage?
Leoncavallo hat das berühmte „Lache, Bajazzo!” aus der Oper „Otello” von Giuseppe Verdi übernommen. Am Ende des dritten Aktes herrscht Verdis Otello seine Desdemona an: „A terra! E piangi!“. Das hat dem Leoncavallo musikalisch so gut gefallen, dass er es gleich in die zentrale Stelle seiner Oper übernommen hat: gleiche Tonhöhe, gleiche Tonlänge. Zwar führte Leoncavallo die Melodie anders weiter, aber wahre Kenner im Publikum werden den Verdi im Bajazzo erkennen..
Vorberichte in der lokalen Presse:
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Ulrike Aistleitner über “Der Bajazzo”
HINDENBURGER, Juni 2026, S. 22+23 Zum Beitrag