Vier Pariser Künstlerfreunde teilen sich eine bescheidene Unterkunft und fristen ihr Dasein zwischen romantischen Bohème-Klischees und bitterer Armut. Alle vier hoffen auf ihre baldige Karriere und denken nicht im Traum daran, sich von der brutalen Realität unterkriegen zu lassen. Nachdem die übermütige Clique den Geldforderungen ihres Vermieters trickreich entkommen konnte und drei der Freunde bereits auf dem Weg in ihr Stammlokal sind, bekommt der Schriftsteller Rodolfo Besuch von der schönen Nachbarin Mimì. Rodolfo und Mimì verlieben sich Hals über Kopf ineinander und stürzen sich in eine leidenschaftliche „amour fou“, die kein gutes Ende nehmen wird.
„Großer Schmerz in kleinen Seelen“, nannte Giacomo Puccini seine Formel, die das Publikum immer wieder zu Tränen rührt. Auf der ganzen Welt werden Opernliebhaber nicht müde, sich von der tragischen Liebesgeschichte berühren zu lassen. Puccinis Musik besticht durch die Schilderung des unbeschwerten Künstlermilieus ebenso wie durch die wehmütigen Töne zwischen den beiden Liebenden. Und über allem schwebt die Sehnsucht der Jugend nach einer glücklichen Zukunft.
Einführung zur Inszenierung vor Ort
Jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn wird an allen Terminen eine Stückeinführung im Glasfoyer des Theaters Krefeld angeboten. Der junge Pianist und Dirigent Anton Brezinka stellt die Oper vom Klavier aus vor. Dauer der Einführung: ca. 30 Minuten. Sitzplätze nur begrenzt verfügbar. Der Eintritt ist im Ticket enthalten.
Angeber-Wissen für die Pause
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Kurze Inhaltsangabe für sehr Nervöse!
Zitat aus „Der einzig wahre Opernführer“ (W. Körner): Student löst Liebesbeziehung zu einer Kunstgewerblerin, weil sie ihm immer eins hustet. -
Der Punkt geht an Puccini!
Auch Ruggero Leoncavallo hat ein Jahr nach Puccini basierend auf dem Roman „Les scènes de la vie de bohème“ von Henri Murger eine Oper namens La Bohème (1897) komponiert. An Puccinis Vorgänger kam deren Erfolg allerdings nie ran. -
🏆 Preisgekrönt
Regisseur Dennis Krauß, der am Gemeinschaftstheater bereits AIDA – DER FÜNFTE AKT (2023/24) inszeniert hat, gewann 2025 nicht nur den Europäischen Opernregie-Preis (EOP), sondern auch den renommierten FAUST-Theaterpreis in der Kategorie „Regie Musiktheater“. -
Die größten Hits
Sowohl die Arie „Mi chiamano Mimì“, gesungen von Mimi, und das Liebesduett „O soave fanciulla“ von Mimi und Rodolfo im ersten Akt der Oper sind Kompositionen, die im Ohr und im Herzen bleiben. -
Oper der Superlative
„Große Liebe, große Arien, große Duette und ganz, ganz großes Sterben. Wer wissen will, was Oper kann, der nehme ‚Bohème‘.“ (Konrad Beikircher, Bohème suprême, S. 300)