Mihkel Kütson

Biografie

geboren 1971 in Tallinn (Estland), studierte zunächst in seiner Heimatstadt und dann als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) in der Dirigierklasse von Prof. Klauspeter Seibel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Meisterkurse bei Kurt Sanderling, Fabio Luisi und Kurt Masur prägten seinen Werdegang.

Mit 27 Jahren wurde er zum Generalmusikdirektor des Theaters Vanemuine und des Vanemuine Sümfooniaorkester in Estland berufen, wo er dieses Amt von 1999 bis 2004 und von 2008 bis 2011 innehatte. Von 2001 bis 2006 war er eng mit der Niedersächsischen Staatsoper Hannover verbunden, zunächst als Gastdirigent und von 2002 als Erster Kapellmeister. Dort hatte er die Möglichkeit, sein breites Repertoire weiter auszubauen. Mittlerweile umfasst es über 60 Bühnenwerke. Gastverträge führten ihn unter anderem an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Estnische Nationaloper und die Deutsche Oper am Rhein. Im August 2004 leitete er das Gastspiel der Staatsoper Hannover mit Giuseppe Verdis „Il trovatore“ beim renommierten Edinburgh International Festival.

2002 wurde Mihkel Kütson ins Förderprogramm „Dirigentenforum“ des Deutschen Musikrats aufgenommen und erhielt im Oktober 2006 als erster Dirigent den Deutschen Dirigentenpreis.

Von 2007 bis 2012 war er Generalmusikdirektor am Landestheater Schleswig-Holstein. Seine erste Premiere dort war Alban Bergs „Wozzeck“, die Eröffnungspremiere der Saison 2008/09 – „Tannhäuser“ – wurde für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Seit 2012/2013 ist er Generalmusikdirektor am Theater Krefeld Mönchengladbach und leitete hier unter anderem die Opernaufführungen von Giacomo Puccinis „Le Villi“/„Suor Angelica“, P.I. Tschaikowskys „Mazeppa“, Richard Wagners „Rienzi“, „Stiffelio“ von Giuseppe Verdi oder „Peter Grimes“ von Benjamin Britten.

Als Gastdirigent arbeitete Mihkel Kütson mit zahlreichen Orchestern, wie der Staatskapelle Dresden, dem WDR Sinfonieorchester, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem NDR Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Düsseldorfer Symphonikern, den Nürnberger und Stuttgarter Philharmonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem National Symphony Orchestra of Ireland, dem Warsaw Philharmonic, der Philharmonia Taiwan und dem Estnischen Nationalorchester zusammen.