Rusalka

Rusalka

Lyrisches Märchen in drei Akten von Antonín Dvorák - tschechisch mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung Diego Martin-Etxebarria, Inszenierung Ansgar Weigner, Ausstattung Tatjana Ivschina, Chor Maria Benyumova, Dramaturgie Andreas Wendholz

Eine Rusalka, eine Wassernixe, sehnt sich nach menschlicher Gestalt, denn sie hat sich in einen Prinzen verliebt. Der Preis für ihre Liebe ist hoch, da sie ihre Fähigkeit zu sprechen aufgeben muss und Gefahr läuft, verdammt zu sein und dem Geliebten den Tod zu bringen, wenn sie nicht sein Herz erringt. Die Nixe ist zu allem bereit, da sie überzeugt ist, durch ihre unermesslich große Liebe jeglichen bösen Zauber zu bannen.

Das tragische Los der verführerischen, jedoch seelenlosen Wassernymphe, die ihre Lebensumgebung verlässt, um die Liebe unter den Menschen zu finden, hat zahlreiche Dichter und Komponisten zur künstlerischen Umsetzung angeregt. Jaroslav Kvapils Libretto liegt vor allem das Märchen Die kleine Seejungfrau Rusalka von Hans Christian Andersen zugrunde, 1901 vertonte Antonín Dvorák (1841 – 1904) das romantische Volksmärchen als tschechisch-nationales Musikdrama von großer Intensität und üppiger Tonsprache. Vordergründig ein Märchenspiel, offenbart sich die Oper bei näherer Betrachtung als ein psychologisch kraftvolles Werk. 

Nach Sergej Prokofjews Oper Die Liebe zu den drei Orangen, Paul Linkces Operette Frau Luna und dem Musical Otello darf nicht platzen ist Rusalka Ansgar Weigners vierte Arbeit für das Gemeinschaftstheater.